Funkzugbeeinflussung

Als Funkzugbeeinflussung (abgekürzt FZB) bezeichnete eine seit Mitte der 1970er Jahre geplante, aber nie realisierte Form der Linienzugbeeinflussung, bei der die Informationsübertragung über Funk und die Ortung des Zuges über Sender im Gleis, ähnlich den heutigen Balisen, erfolgen sollte.

Mitte der 1970er Jahre wurde beschlossen, eine funkbasierte Datenübertragung zwischen Strecke und Fahrzeug als Alternative zur aufwendigen Verlegung eines Linienleiters bei der Linienzugbeeinflussung zu entwickeln. Dabei war bereits das Anfang der 1980er Jahre fertiggestellte neue Fahrzeuggerät LZB 80 auf den Anschluss des Funkgeräts sowie des Lesegerätes für die Positionsdatensender im Gleis vorbereitet.
Ende 1980er Jahre wurde überlegt, die LZB-Führung über Richtfunk im 40-GHz-Band zu ersetzen. Zur Ortung des Fahrzeuges wurden dabei eine Funklaufzeit-Messung, eine Satellitenortung, ein System mit Ortungspunkten im Gleis sowie eine Kombination dieser Varianten erwogen. Untersuchungen ließen bis dahin keinen wirtschaftlichen Betrieb einer Funk-LZB erwarten.
Mitte der 1990er Jahre wurde für hochbelastete Strecken ein durchgehendes, überlappendes Funkzellen-Systemen erwogen, während bei wenig belasteten Strecken eine Abdeckung zumindest an Weichenbereichen vorgesehen war.
Mitte 1998 war geplant, in einem Pilotprojekt ab 1999 die FZB zwischen Halle/Leipzig und Ludwigsfelde zum Einsatz zu bringen. Je eine Steuerzentrale sollte dabei für die insgesamt 183,5 km umfassenden Streckenabschnitte Halle/Leipzig–Jüterbog und Jüterbog–Ludwigsfelde zum Einsatz kommen. In den Steuerzentralen sollte auf Basis übermittelter Daten kontinuierlich ein optimiertes Betriebsprogramm errechnet und daraus Anweisungen für den Triebfahrzeugführer generiert werden. Bei Abweichungen von diesen Vorgaben sollte der betroffene Zug automatisch angehalten werden. Zehn Lokomotiven sollten für den Versuchsbetrieb umgerüstet werden. Bei erfolgreichem Einsatz sollten die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main ebenso mit FZB ausgerüstet werden wie die die Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle sowie die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt.
Ende 1998 war vorgesehen, die FZB ab Mai 1999 zwischen Halle/Leipzig und Jüterbog zum Einsatz zu bringen. Anfang 2001 war stattdessen geplant, ab Anfang April 2001 ERTMS zwischen Berlin und Leipzig einzusetzen.
Bei der Funkzugbeeinflussung werden die Grundelemente der Linienzugbeeinflussung beibehalten. Auch für den Lokführer gibt es in Bedienung und Anzeigen keinen Unterschied zur Linienzugbeeinflussung.
Nur der Weg der Informationsübertragung zwischen Strecke und Fahrzeug wird geändert: Während diese bei der Linienzugbeeinflussung induktiv über eine Kopplung zwischen einem im Gleis verlegten Kabel, dem Linienleiter, und einer Antenne unter dem Fahrzeug erfolgt, arbeitet die Funkzugbeeinflussung über Richtfunkstrecken. Dabei sollten an der Strecke alle 800 m bis 2000 m in beide Richtungen abstrahlende Antennen angebracht werden.
Bei der Linienzugbeeinflussung kann zwischen den parallelen Gleisen eines Bahnhofs oder einer Strecke dadurch unterschieden werden, dass jedes Gleis eine eigene Linienleiterschleife besitzt. Außerdem werden die Kreuzungsstellen des Linienleiters zur Feinortung verwendet. Da dies bei der Funkzugbeeinflussung nicht mehr möglich ist, müssen, ähnlich wie bei ETCS Level 2, Sender im Gleis platziert werden, die dem Fahrzeug den Standort mitteilen. Diese Sender werden ähnlich wie die heute verwendeten Eurobalisen durch ein vom Fahrzeug ausgesendetes elektromagnetisches Feld mit Energie versorgt und benötigen daher keine Stromversorgung vor Ort. Dabei sollten die Positionssender seitlich neben dem Gleis platziert werden, so dass eine eindeutige Zuordnung der Fahrtrichtung ermöglicht werden sollte.
Neben einem mit der existierenden Linienzugbeeinflussung vergleichbaren System waren auch vereinfachte Bauformen angedacht:
Gegenüber der Linienzugbeeinflussung werden folgende Vorteile genannt:

The Films

The Films (engl.: Die Filme) ist eine vierköpfige Indie-Rock Band aus Carolina, USA.
Sie haben sich unter anderem als Vorband von The Kooks und durch ausgiebiges Touren im Südosten der USA einen Namen gemacht.
Inzwischen haben sie bei Warner Music einen Major-Vertrag. In Deutschland wurde unter 7Hz Records im November 2006 schon die EP Black Shoes veröffentlicht. Das Album Don’t Dance Rattlesnake folgte im Februar.
Am 23. Juni 2009 wurde ihr zweites Album Oh, Scorpio in den USA zunächst ausschließlich digital über iTunes und in Japan als Tonträger veröffentlicht, das Deutschlandrelease folgt im Herbst 2009.
Die vier Highschool-Freunde Michael Trent, Kenneth Harris, Jacob Sinclair und Adam Blake schlossen sich 2003, trotz verschiedener musikalischer Herkünfte, zu einer Band zusammen. Um dem Alltagstrott zu entkommen, tourten sie durch den kompletten Süden der USA und brachten nach einiger Zeit das Debüt-Album Don’t Dance Rattlesnake heraus. Warner Music USA war davon so begeistert, dass sie sofort einen Plattenvertrag bekamen.
Seit Dezember 2006 touren sie als Vorband von The Kooks durch Europa, wobei sie auch zwischenzeitlich wieder in den USA auftreten.
Im Oktober/November 2007 hatten sie eine eigene Tour durch Deutschland in kleinen Hallen.

Unternehmensbezogene Dienstleistungen

Unter unternehmensbezogenen Dienstleistungen versteht man Dienstleistungen, die nicht von Privatleuten, sondern nur von Unternehmen in Anspruch genommen werden.
Beispiele von Unternehmen, die unternehmensbezogene Dienstleistungen anbieten, sind Wachdienste, Werbeagenturen, Managementtrainer, Frachtunternehmen etc.

In den unternehmensbezogenen Dienstleistungen ist ein seit Jahrzehnten ungebrochener Wachstumstrend zu beobachten. Dies hat mehrere Gründe:
Diese Prozesse führen zu einem anhaltenden Beschäftigungswachstum bei Unternehmen, die unternehmensbezogene Dienstleistungen anbieten.
Da viele Unternehmen heute auf spezialisierte Dienstleistungsanbieter angewiesen sind, ist ein breites Angebot unternehmensbezogener Dienstleistungen in einer Region heute ein wichtiger Standortfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung dieser Region.
Unternehmensbezogene Dienstleistungen werden in einfache und höherwertige unternehmensbezogene Dienstleistungen unterteilt.
In diesen Bereich werden Dienstleistungen eingeordnet, die einen geringen Anspruch an das Ausbildungsniveau der Mitarbeiter stellen.
Sie können dem tertiären Sektor (Tertiärsektor) zugeordnet werden.
Beispiele sind Dienstleistungen, die von Reinigungs-, Sicherheits- oder Transportunternehmen erbracht werden.
Niedrige Löhne und geringe Beschäftigungssicherheit (McJobs) sind typische Merkmale in diesem Bereich.
Höherwertige unternehmensbezogene Dienstleistungen stellen einen hohen Anspruch an das Ausbildungsniveau der Mitarbeiter. Da sie sehr spezialisiertes Wissen erfordern, dass auch in großen Unternehmen häufig fehlt, sind viele Unternehmen auf Anbieter aus diesem Bereich angewiesen. Ein breites Angebot dieser Dienstleistungen gilt als wichtiger Standortfaktor, der z.B. für die Neuansiedlung von Großunternehmen entscheidend sein kann.
Höherwertige unternehmensbezogene Dienstleistungen können dem quartären Sektor (Quartärsektor) zugeordnet werden.
Beispiele sind Dienstleistungen, wie sie von beratenden Ingenieuren, Werbeagenturen oder Unternehmensberatungen erbracht werden.
Illeris, Sven: The Service Economy: A Geographical Approach. Chichester [u.a.]: Wiley, 1996.
Marshall, J. Neill: Services and Uneven Development. Oxford [u.a.]: Oxford University Press, 1988.

Karl-Heinz Clasen

Karl-Heinz Clasen (* 9. Juli 1893 in Remscheid; † 16. April 1979 in Mettmann) war ein deutscher Kunsthistoriker.

Karl-Heinz Clasen entstammte einer Fabrikantenfamilie. 1913 legte er in Düsseldorf sein Abitur ab und begann noch im selten Jahr ein Studium der Kunstgeschichte und Architektur an den München, Berlin und Kiel. Das bis 1921 dauernde Studium wurde 1914 bis 1918 von der Teilnahme am Ersten Weltkrieg unterbrochen. Mit der Dissertationsschrift Wehrbau und Kirchenbau des Mittelalters wurde Clasen 1921 an der Universität Kiel promoviert, 1923 folgte an der Universität Königsberg die Promotion mit der Arbeit Der Hochmeisterpalast der Marienburg. Noch im selben Jahr wurde er Privatdozent in Königsberg, von 1930 bis 1938 war er dort außerplanmäßiger außerordentlicher Professor, 1939 außerordentlicher Professor.
1940 wurde Clasen als ordentlicher Professor an die Universität Rostock berufen, aber schon kurz darauf freigestellt, um den Aufbau eines Lehrstuhls für Kunstgeschichte an der Reichsuniversität Posen zu leiten. Dennoch leitete er von 1940 bis 1945 das kunsthistorische Institut in Rostock. 1940 gehörte er auch zur Behörde der Generaltreuhänders für die Sicherstellung deutschen Kulturgutes in den ehemals polnischen Gebieten, unter deren Deckmantel die SS in den besetzten polnischen Gebieten Kunstraub betrieb. 1942/43 vertrat er den Lehrstuhl an der Universität Greifswald und war von 1942 bis 1945 Beauftragter für die Denkmale in Mecklenburg. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Clasen 1945 in den Volkssturm einberufen.
Noch 1945 wurde Clasen als NSDAP-Mitglied aus dem Hochschuldienst entlassen. Ab 1946 hatte er wieder besoldete Lehraufträge inne, wurde 1949 Lehrstuhlvertreter für Kunstwissenschaft und 1950 Professor mit vollem Lehrauftrag für mittelalterliche und neuere Kunstgeschichte in Greifswald. 1949 wurde er auch zunächst kommissarischer, später ordentlicher Leiter des Caspar-David-Friedrich-Instituts der Greifswalder Universität. Als Gastprofessor lehrte er auch an der Humboldt-Universität in Berlin. 1951 gehörte er zu den Mitbegründern der Deutschen Bauakademie in Berlin, zu deren Mitgliedern er auch gehörte. Clasen gehörte auch zu den Mitglieder der Burgenkommission der DDR. 1974 siedelte er nach Westdeutschland über.
1968 erhielt er in der DDR den Vaterländischen Verdienstorden in Silber.

Rover P5

Rover P5B Limousine
Der Rover P5, je nach Hubraum auch 3-litre oder 3 1/2-litre genannt, war eine 4-türige Limousine der oberen Mittelklasse oder ein 4-türiges Coupé (mit abgesenktem Dach), die von 1958 bis 1973 hergestellt wurden. Der Wagen, den man auch „Mittelklasse-Rolls-Royce“ nannte, war bei Regierungsmitarbeitern sehr beliebt. Sogar Königin Elisabeth II. sagt man nach, dass sie gerne ihren Rover P5 fuhr.

Der P5 erschien 1958. Da er von einem Motor mit 2995 cm³ Hubraum und 128 bhp (94 kW) angetrieben wurde, nannte man ihn bald „3-litre“. Der 6-Zylinder-Reihenmotor hatte eine IOE-Ventilsteuerung: obenliegende Einlassventile und seitliche Auslassventile (daher „oise“ = overhead inlet / side exhaust), eine Anordnung, die bereits der P4-Motor hatte. Einige frühe P5 hatten Trommelbremsen vorne, aber die meisten verfügten über Scheibenbremsen mit Bremskraftverstärker. Auf Wunsch konnten ein Automatikgetriebe und eine Servolenkung geordert werden. Das Mark Ia-Modell hatte ab 1961 Dreiecksfenster in den vorderen Türen. 1962 wurde die erste Serie nach 20963 Exemplaren eingestellt.
Die Version Mark II des P5 wurde 1962 eingeführt. Sie hatte einen leistungsstärkeren Motor (129 bhp / 95 kW, ebenfalls aus 3 l Hubraum) und verbesserte Radaufhängungen. Die interessanteste Neuerung aber war das zusätzlich verfügbare Coupé. Diese 4-türige Version besaß ein niedrigeres Dach und schmalere B-Säulen, was ihr das Aussehen eines Hardtop-Coupés gab. Bis zur Ablösung der Modellreihe 1965 wurden 5482 Coupés und 15676 Limousinen produziert.
Der moderner aussehende Mark III wurde 1965 eingeführt. Er war ebenfalls in beiden Karosserieausführungen (Limousine und Coupé) erhältlich. Auch der Motor blieb weitgehend gleich, nun aber 134 bhp (99 kW) stark. 3919 Limousinen und 2501 Coupés wurden bis zum Produktionsende 1967 hergestellt.
Der letzte Ableger des P5 erschien 1967. Da bei ihm der Rover-V8-Motor mit 3528 cm³ Hubraum und 158 bhp (116 kW) (wie der später gebaute P6) eingebaut war, nannte man ihn bald „3 1/2-litre“. Der Buchstabe „B“ stammte von Buick, da Rover 1964 die Rechte an diesem V8 von Buick (General Motors) erworben hatte. Um europäischen Anforderungen zu genügen, wurde er durch englische Ingenieure entsprechend weiterentwickelt. Wie gut die Entwicklungsabteilung bei Rover gearbeitet hat, zeigt sich auch an der Tatsache, dass dieser V8 weit über 30 Jahre lang gebaut wurde – bis zum 4,6 Liter-Motor im Range Rover und sich darüber hinaus auch bei Sportwagenherstellern wie Morgan und TVR größter Beliebtheit erfreute. Ein Automatikgetriebe und Servolenkung gehörten zur Grundausstattung des P5.
Das Äußere des Fahrzeugs blieb unverändert, mit Ausnahme des 3.5-litre-Zeichens, der Stoßstangenhörner und einem Paar Nebellampen, die unter den Hauptscheinwerfern angebracht waren und dem Auto eine 4-Scheinwerfer-Frontansicht verliehen. Der P5B wurde ebenfalls als 4-türige Limousine und als 4-türiges Coupé bis zum Produktionsende angeboten. 9099 Coupés und 11501 Limousinen baute man bis zum Ende der P5-Serie 1973.
Die letzten Exemplare des P5B, die das Werk verließen, waren der Verwendung durch die Regierung vorbehalten. Tatsächlich wurden diese Fahrzeuge mehr als 10 Jahre lang in Westminster genutzt. Die Premierminister Harold Wilson, Edward Heath und James Callaghan nutzten diesen Wagen als ihren Dienstwagen. Erst Margaret Thatcher stieg auf einen Jaguar XJ um.
Heute sind die Autos der P5-Serie begehrte Sammlerstücke. Als beliebteste Objekte gelten die sportlicheren und selteneren Coupé-Versionen.
Ein weinrotes Exemplar ist in dem biografischen Film The Life and Death of Peter Sellers (Leben und Tod des Peter Sellers) zu sehen.
Das französische Karosseriebauunternehmen Chapron fertigte 1962 ein zweitüriges Cabriolet auf der Basis eines Mark I. Das Auto wurde auf dem Pariser Autosalon im Oktober 1962 öffentlich gezeigt. Eine geplante Produktion in Kleinserie kam nicht zustande. Chaprons P5-Cabriolet blieb ein Einzelstück.
1904–1940: 6 | 6/21 | 8 | 9/20 | 10 | 10-12 | 10/25 | 12 | 12/14 | 14 | 14/45 | 15 | 16 | 16-20 | 16/50 | 18 | 20 | Knight | Meteor 16 | Meteor 20 | Pilot 12 | Pilot 14 | Speed 14 | Speed 16 | Speed 20 | Speed Pilot
1945–2005: 10 | 12 | 14 | 16 | Freight Rover Sherpa | Freight Rover 200-300 | 25 | 45 | 75 | 100er-Serie | 200er-Serie | 400er-Serie | 600er-Serie | 800er-Serie | City Rover | Metro | P3 | P4 | P5 | P6 | SD1 | Streetwise
Prototypen: Rover-Alvis P6-BS | Rover-B.R.M. | JET 1 | MI | T2 | T3 | T4

Zeresamadine

Zeresamadine (Neochmia modesta)
Die Zeresamadine ist eine Vogelart aus der Familie der Prachtfinken, die im Osten Australiens vorkommt und die offene Savannen und Buschland bewohnt.

Die Zeresamadine erreicht eine Körperlänge von 10 bis 11 cm und zählt entsprechend zu den mittelgroßen Prachtfinkenarten. Die Geschlechter ähneln sich, lassen sich aber aufgrund einiger Merkmale gut unterscheiden.
Beim Männchen sind Stirn und Scheitel dunkel rötlich braun. Die Partie wirkt aus der Nähe oft pflaumenfarben, was der Art den englischen Namen Plum-headed Finch einbrachte. Oberer Zügel und Kinn sind schwarz, unterer Zügel und vordere Ohrdecken weiß. Die hinteren Ohrdecken und die Kehle sind auf weißlichem Grund fein braun gebändert, wobei die Bänderung zum Hals hin gröber wird und sich über Brust und Flanken ausdehnt. Unterbauch und Unterschwanzdecken sind weißlich. Die Oberseite ist vom Nacken an hellbraun, das Schultergefieder teils tropfenförmig weiß gefleckt. Bürzelgefieder und Oberschwanzdecken sind dunkler braun mit breiten weißen Endsäumen, die eine grobe Bänderung bilden. Die Steuerfedern sind überwiegend dunkel braun und gestuft. Die äußeren tragen breite weiße Spitzen, die zu den schwärzlichen und verlängerten, mittleren Steuerfedern hin feiner werden. Die Oberflügeldecken sind hellbraun wie die Oberseite und tragen weiße Spitzen, die mittleren zudem dunkle Subterminalbänder. Fittich, Handdecken und Schwingen sind dunkelbraun, wobei die Schwingen heller braun gesäumt sind. Die Schirmfedern sind hellbraun wie die Oberseite mit weißer Spitze auf der Außenfahne.
Weibchen ähneln den Männchen, sind aber insgesamt matter gefärbt mit einer sehr viel matteren Kopfkappe und einem hellen Überaugenstreif. Zügel und Kinn sind nicht wie beim Männchen schwarz, sondern weißlich. Vögel im Jugendkleid ähneln dem Weibchen. Die Oberseite ist aber wärmer braun gefärbt und die Bänderung auf der Körperunterseite nur angedeutet.
Das Verbreitungsgebiet der Zeresamadine liegt im Osten Australiens. Es reicht von der Mitte Queensland südwärts durch die Savannengebiete des inneren östlichen Australiens bis zum südlichen New South Wales. Im Norden Queensland stellen die Muskatbronzemännchen, bei denen es sich vermutlich um Gefangenschaftsflüchtlinge handelt, eine Konkurrenz mit dieser Art dar und schränkt deren Verbreitungsgebiet ein.
Der Lebensraum der Zeresamadine sind Grasland, Buschland und lichte Trockensavanne in der Nähe von Wasserläufen sowie im Randbereich von Sümpfen und Schilfbeständen. Da Zeresamadinen stündlich Wasserstellen zum Trinken aufsuchen, sind sie eng an die Nähe von Wasser gebunden und nehmen während Trockenzeiten ausgedehnte Wanderungen vor. Während langer Dürrezeiten wandern sie aus einzelnen Landstrichen auch vollständig ab und ziehen in der Regel in Küstenregionen. Obwohl sie Menschen gegenüber sehr zutraulich sind und eine Annäherung bis auf wenige Meter dulden, treten sie auf Agrarland nur während langer Dürrezeiten auf.
Die Brutzeit fällt in der Regel in die Monate September bis Januar, bei günstigen Umweltbedingungen kann sie sich jedoch auch entsprechend verschieben. Zur Balz gehört wie bei vielen Prachtfinkenarten eine Halmbalz. Das Nest wird in niedrigen Grasbüscheln und in niedrigen Büschen errichtet. Häufig nutzen die Vögel dabei die in Australien eingebürgerten Himbeeren und Brombeeren. Das Gelege der Zeresamadine umfasst vier bis fünf Eier. Sie werden 13 Tage von beiden Elternvögeln bebrütet. Die Nestlingszeit der Jungvögel beträgt 22 Tage.
Die Zeresamadine wurde 1837 von John Gould als Amadina modesta erstbeschrieben. Ihre verwandtschaftliche Einordnung wurde zeitweise kontrovers diskutiert. So sahen einige Autoren aufgrund der Beschaffenheit des Schnabels Ähnlichkeiten mit den afrikanischen Arten Afrikanischer Silberschnabel und Perlhalsamadine oder auch dem madagassischen Zwergelsterchen und stellen sie in die monotypische Gattung Aidemosyne. Aufgrund des Balzverhaltens und einiger Gefiedermerkmale wird sie jedoch heute in die Gattung Neochmia eingeordnet. Die Art ist monotypisch.
Zeresamadinen wurden erstmals 1872 nach Deutschland eingeführt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges kamen sie regelmäßig in den Handel und entwickelten sich zu einer regelmäßig gehalten Ziervogelart. Nach der australischen Ausfuhrsperre gingen die Haltungszahlen zurück, es gibt aber mittlerweile einen Halterkreis, der diese Vogelart züchtet.

Frente Nacional de Libertação de Angola

Die Frente Nacional de Libertação de Angola (FNLA, deutsch Nationale Front zur Befreiung Angolas) wurde 1957 als União das Populações do Norte de Angola (UPNA) („Vereinigung der Völker Nordangolas“) gegründet mit dem vorrangigen Ziel, die Interessen der Bevölkerungsgruppe der Bakongo im Nordwesten Angolas zu vertreten. Später wurde sie umbenannt in União das Populações de Angola (UPA; dt. Vereinigung der Völker Angolas). Im Laufe der 1960er Jahre wurde sie zu einer von drei nationalistischen Bewegungen, die einen Guerillakampf gegen die portugiesische Kolonialherrschaft führten. Sie ist heute eine Oppositionspartei in Angola.

Die UPNA war eine von mehreren gegen die Kolonialherrschaft gerichteten Gruppierungen, die sich in den 1950er Jahren unter den Bakongo bildeten – parallel zu ähnlichen Vorgängen in anderen Teilen Angolas. Die ethnische Orientierung der UPNA wurde überdeutlich, als sie unmittelbar nach ihrer Gründung an die Vereinten Nationen eine Petition richtete, um die Wiedererrichtung des Königreiches Kongo zu verlangen. Ihre Organisationszentrale befand sich in der Hauptstadt Zaires, Léopoldville (heute Kinshasa). Schon 1958 veränderte die UPNA jedoch ihren Kurs, begann die Unabhängigkeit Angolas zu propagieren und benannte sich in União das Populações de Angola (UPA; dt. Vereinigung der Bevölkerung Angolas) um. 1962 vereinigte die UPA sich mit einer weiteren anti-kolonialen Gruppe, dem Partido Democratico de Angola (PDA), zur FNLA. Deren Vorsitzender wurde Holden Roberto, der dieses Amt bis zu seinem Tod im Jahre 2007 innehatte.
Die FNLA bildete in Léopoldville zunächst eine gemeinsame Front mit dem Movimento Popular de Libertação de Angola (MPLA), doch scheiterte dieses Experiment schon nach drei Monaten. Daraufhin rief die FNLA eine „revolutionäre Exilregierung Angolas“ aus (Governo Revolucionário de Angola no Exílio, GRAE). Diese vermied bewusst eine Begrenzung auf ihre ursprüngliche soziale Basis. So gehörten zu ihrer Leitung auch zwei Führungsfiguren aus der Ethnie der Ambundu und ihr Außenminister wurde Jonas Savimbi von den Ovimbundu, der spätere Gründer der UNITA. Mit Hilfe des zairischen Präsidenten Mobutu Sese Seko begann sie mit dem Aufbau eines militärischen Arms, des ELNA (Exército de Libertação Nacional de Angola, Heer zur nationalen Befreiung Angolas), das während einiger Jahre auch die Hilfe Chinas erhielt. Ein weiterer Versuch zur Bildung einer gemeinsamen Front mit der MPLA und anderen Gruppierungen, unternommen auf Drängen des Präsidenten des Kongo-Brazzaville, Fulbert Youlou, scheiterte 1962. Damit waren endgültig die Weichen gestellt für einen Unabhängigkeitskampf in Angola, den verschiedene Bewegungen neben- und gegeneinander führten.
Der Beitrag der FNLA zu diesem Kampf war zwar historisch bedeutsam, insgesamt aber gering. Schon 1961 hatte ihre Vorform UPA in den nordwestlichen Distrikten Angolas, besonders der heutigen Provinz Uíge, einen Aufstand ausgelöst, der zu einem Flächenbrand wurde und dessen symbolische Bedeutung kaum zu überschätzen war. Militärisch wurde er jedoch von den eilig verstärkten portugiesischen Truppen relativ rasch niedergeschlagen. In der Folgezeit gab es hier nur ein ganz geringes Maß an Guerillatätigkeit seitens der FNLA, obwohl diese inzwischen im Zaire, in einer ihr zugeteilten Militärbasis in Kinkuzu, über mehrere Tausende Soldaten verfügte. Im Nordwesten Angolas kam es Mitte der 1960er Jahre zu offenen Feindseligkeiten zwischen FNLA und MPLA, da letzteres in der heutigen Provinz Cuanza Norte eine Guerillabasis errichtet und dazu den Zugang über „FNLA-Gebiet“ benötigte. Ende der 1960er Jahre errichtete die FNLA (von Katanga aus) eine Guerillabasis in Ostangola, nördlich von Luena, die jedoch kaum tätig wurde. Anfang der 1970er Jahre stellte die FNLA – wie ihrerseits auch MPLA und UNITA – keine wirkliche Gefahr mehr für die portugiesische Kolonialmacht dar.
Als Portugal 1974 seine Absicht ankündigte, sich aus seinen Kolonien zurückzuziehen, drang die FNLA von Zaire aus sofort mit massiven Militärkräften nach Angola ein und demonstrierte Präsenz nicht nur im Nordwesten, dem Siedlungsgebiet der Bakongo, sondern sehr stark auch in Luanda sowie, weniger stark, in den wichtigsten Städten von Mittel- und Südangola. Ihr Versuch, Luanda zu erobern, scheiterte am Widerstand der MPLA, die inzwischen durch kubanische Truppen verstärkt worden war und die Unterstützung der Sowjetunion erhielt. Die FNLA verbündete sich daraufhin mit der UNITA, der dritten antikolonialen Bewegung. Es entwickelte sich ein blutiger Entkolonisierungskonflikt, in den aufseiten von FNLA /UNITA vor allem die USA und das Apartheidregime Südafrikas eingriffen. Gemeinsam riefen beide am 11. November 1975 in der Stadt Nova Lisboa (heute Huambo) die Unabhängigkeit Angolas aus, während die MPLA dasselbe in Luanda tat. In den folgenden Monaten gewann die MPLA-Regierung militärisch die Oberhand. Die „Gegenregierung“ in Huambo löste sich auf, ebenso wie der militärische Arm der FNLA. Diese begann ein politisches Schattendasein, während die UNITA einen Guerillakrieg gegen die MPLA-Regierung aufnahm.
Nach der Unabhängigkeitserklärung errichtete die MPLA einen Einparteienstaat nach (damals) osteuropäischem Muster. Andere politische Organisationen, auch die FNLA, hatten also keinen Platz in diesem System. Während die UNITA unter diesen Umständen den militärischen Kampf gegen die MPLA fortsetzte und so den Bürgerkrieg in Angola einleitete, nahm die FNLA daran nur im Anfang kurz teil. Es zeichnete sich bei ihr vielmehr ein Zerfallsprozess ab, der sich z. B. daran ablesen ließ, dass Holden Robert sich jahrelang nach Paris zurückzog und verschiedene führende Köpfe der Bewegung (Johnny Pinnock, Henrik Vaal Neto u. a.) zur MPLA überliefen und in Luanda Regierungsfunktionen übertragen bekamen.
Als die MPLA sich entschloss, zu einem Mehrparteiensystem überzugehen und dazu 1992 eine neue Verfassung verabschiedete, gründete sich die FNLA in aller Form als politische Partei. Bei der Parlamentswahl 1992 erreichte sie jedoch nur 2,4 % der Wählerstimmen, Holden Roberto bei der Präsidentenwahl sogar nur 2,1 %. Dieses Ergebnis spiegelte den enormen Verlust an Glaubwürdigkeit wider, den die Partei unter den Bakongo erlitten hatte. Daraus ergab sich für die FNLA die akute Gafahr, in die Bedeutungslosigkeit zu versinken. Eine gewisse Aufwertung erfuhr sie, als das MPLA 1997 die Initiative ergriff, eine „Regierung der nationalen Einheit und Versöhnung“ (Governo de Unidade e Reconciliação Nacional, GURN) zu bilden, an der auch Minister von FNLA und UNITA teilnahmen. Die Lage der FNLA verschärfte sich jedoch, als sich 1999 innerhalb der Partei zwei Flügel herausbildeten, der eine „präsidententreu“, der andere geführt von Lucas Ngonda, einem Dozenten für Soziologie an der Universidade Agostinho Neto in Luanda. Als Holden Roberto 2007 starb, wurde zunächst Ngola Kabangu, eine der historischen Führungsfiguren der FNLA, zu seinem Nachfolger gewählt, doch wurde dessen Wahl 2009 vom Verfassungsgericht für ungültig erklärt. Noch 2009 wurde jedoch Lucas Ngonda zum Vorsitzenden gewählt, aber seine Gegner fochten die Wahl an und das Verfassungsgericht erklärte 2010 auch seine Wahl für ungültig. Inzwischen war bei der zweiten Parlamentswahl im Jahre 2008 der Stimmenanteil der FNLA auf 1,11 % geschrumpft. Sie ist damit zwar noch mit 3 Abgeordneten im Parlament vertreten, hat aber politisch jedes Gewicht verloren. bei den Wahlen zur Nationalversammlung Angolas 2012 wiederholte sie in etwa das Ergebnis von 2008, errang damit aber nur noch 2 Sitze.

Ombre di Luci

Ombre di Luci (italienisch für „Schattenlichter“) ist eine deutsche Band, die 1996 in Osnabrück als Duo gegründet wurde. Sie spielt auf akustischen Instrumenten ausschließlich Eigenkompositionen in einer Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen mit italienischen Texten.

Aufgrund der vielfältigen Einflüsse von Pop, Jazz, Latin, Polka, Folk und Chanson bezeichnet die Band ihre musikalischen Stil augenzwinkernd als „Popjazzlatinpolkafolkchansons“.
Die italienischen Texte von Ombre di Luci stammen von den Italienern Sergio Grani bzw. Giovanni Armanni, der im Sommer 2005 die Nachfolge Granis antrat.
Die erste Komposition „Ave Maria“ ist die Vertonung eines Gebets, das ein sterbender Soldat auf dem Schlachtfeld spricht. Das während des Bosnien-Krieges entstandene Lied brachte die Band am ersten Adventssonntag 2005 in der wieder aufgebauten Dresdner Frauenkirche zur Aufführung, vier Wochen nach der Weihe des Gotteshauses.
Zum Varusschlacht-Jubiläum 2009 komponierten Ombre di Luci ein Stück mit lateinischem Text: „Miles cum persona“ (Der Soldat mit der Maske). Das Lied thematisiert die Geschichte eines Legionärs, dessen Maske Archäologen nach 2000 Jahren finden, aus einem neuen Blickwinkel: Im Augenblick des unausweichlichen Todes sinniert der Römer über Sinn und Unsinn von Krieg und Gewalt und ahnt bereits, dass seine Maske eines Tages ein Symbol für den Frieden werden wird. Es ist das erste Stück auf der sechsten CD der Band, „Reliquiae“ (dt.: Überbleibsel), die im April 2009 erschien. Die übrigen sieben Lieder auf diesem Album stammen von den ersten beiden, lange Zeit vergriffenen Alben „Origine“ (1999) und „Vento del Sud“ (2000).
Außerdem wurde im Frühjahr 2010 im niedersächsischen Bad Essen ein Album als Auftragsarbeit präsentiert, das neben einigen Kompositionen der Band auch Kinderlieder des Cellisten Ludwig Voges enthält, der auch den Titelsong „Der Blütenbert“, über das Maskottchen der Landesgartenschau 2010, schrieb.
Vier weitere Alben haben die „falschen Italiener“ (so die Eigenbezeichnung der Band) in Eigenregie produziert: „Ma dove vai“ (2002), auf der u.a. auch der sizilianische Cantautore Pippo Pollina mitwirkt, die Live-CD „In Concerto“ (2004) und das fünfte Album „La Vita d´artista“, das im Juni 2008 erschienen ist. Auf ihrem achten Album „Città dei Sogni“, das am 21. Juli 2012 bei Timezone-Records veröffentlicht wurde, beschäftigen sich Ombre di Luci wieder mit typisch italienischen Geschichten und Bildern, wobei sie auch politische Themen nicht außer Acht lassen.
Neben hunderten „normalen“ Konzerten auf Festivals, in Hallen, Sälen, Clubs und Restaurants in ganz Deutschland, spielte die Band auch an einer Reihe von außergewöhnlichen Orten, so zum Beispiel in einem russischen Pionierferienlager an der Wolga, im antiken Amphitheater von Troja, im Clubhaus der „Contrada della Selva“ in der Altstadt von Siena, auf einem Volksfest im polnischen Masuren oder im Pavillon der katholischen Kirche auf der Expo 2000 in Hannover. Seit 2006 spielt die Band jährlich bei den Herbstgesprächen der Neuen Osnabrücker Zeitung im Haus der Berliner Bundespressekonferenz. 2007 spielte sie im Schlossgarten Bellevue des Bundespräsidenten.
So wie auf den Studioalben eine Reihe von internationalen Gastmusikern mitwirken, laden Ombre di Luci zu ihren Konzerten immer wieder gern Musiker aus anderen Kulturen ein, so z.B. Künstler aus Brasilien, Russland, Irland, Georgien, Italien, aus der Türkei und der Ukraine.
Ombre di Luci sind häufig bei Benefiz-Projekten zu finden, so z.B. bei Konzerten für Tsunami-Opfer, für krebserkrankte Kinder, für den Frieden und gegen Rassismus.
2010 wirkten sie auf der CD „Wir sind der VfL – der VfL ist Osnabrück“ des Osnabrücker Kabarettisten Kalla Wefel zu Gunsten von terre des hommes mit. Sie übersetzten die Fußballer-Hymne ins Italienische und spielten sie in einer Ska-Version ein.

Joe Anderson

Joe Anderson (* 26. März 1982 in England) ist ein britischer Schauspieler.

Die Eltern des Schauspielers waren im Filmgeschäft tätig. Anderson studierte Photokunst am Richmond upon Thames College sowie Schauspiel an der Londoner Webber Douglas Academy of Dramatic Art. Er debütierte 2004 an der Seite von Franka Potente im Horrorfilm Creep. Im Thriller Silence Becomes You – Bilder des Verrats (2005) spielte er den Kleinganoven Luke, der in das Haus der Schwestern Violet (Alicia Silverstone) und Grace (Sienna Guillory) einzieht.
Im Filmdrama Klang der Stille (2006) war Anderson neben Ed Harris und Diane Kruger als Karl van Beethoven, ein Neffe des Komponisten, zu sehen. Im britisch-indischen Filmdrama Little Box of Sweets (2006) übernahm er eine der Hauptrollen. Im Filmdrama Geliebte Jane (2007) spielte er an der Seite von Anne Hathaway und James McAvoy eine der größeren Rollen. Im Filmmusical Across the Universe (2007) spielte er die Rolle des Studenten Max Carrigan, in dessen Schwester Lucy (Evan Rachel Wood) sich Jude (Jim Sturgess) verliebt. 2012 übernahm er in der kurzlebigen ABC-Horrorserie The River die Hauptrolle des Linoln Cole und war im letzten Twilight-Film Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 2 als Alistair zu sehen.
Für die dritte Staffel der NBC-Dramaserie Hannibal wird Anderson Michael Pitt als Mason Verger ersetzen, der diese Rolle zuvor spielte.

Söhne der Unbefleckten Empfängnis

Die Söhne der Unbefleckten Empfängnis (lat.: Congregatio Filiorum Immaculatae Conceptionis, it.: Figli dell’Immacolata Concezione, Ordenskürzel: CFIC) auch unter dem Oberbegriff Konzeptionisten, sind eine Ordensgemeinschaft der römisch-katholischen Kirche für Männer. Sie wurde am 8. September 1857 vom Seligen Luigi Maria Monti (1825–1900) gegründet.

Der Laienbruder Luigi Maria Monti gründete 1857 eine Bruderschaft, die sich unter den Schutz der Unbefleckten Empfängnis Mariens stellte und während einer Epidemie die Sorge und Pflege für die Kranken und Sterbenden übernahm. Diese Laienbruderschaft erhielt am 4. Oktober 1862 die Gründungsbestätigung und wurde am 10. Mai 1865 von Papst Pius IX. approbiert.
Auf Antrag der Laienbruderschaft genehmigte Papst Pius X. 1904 den Eintritt von Priestern und die Kongregation nannte sich nun „Söhne der Unbefleckten Empfängnis“. Das Leben der Söhne der Unbefleckten Empfängnis ist einem Leben nach den Evangelischen Räten verbunden. Sie wirken in der Krankenpflege, der Erziehung von Waisenkinder und der Hilfe für Bedürftige.
Aus Anlass der Seligsprechungdes Ordensgründers am 9. November 2003 führte Papst Johannes Paul II. aus:
„In seiner Hingabe an das Evangelium orientierte er sich stets am Vorbild der allerseligsten Jungfrau und stellte die von ihm gegründete Kongregation unter den Schutz der Unbefleckten Jungfrau Maria.“
Die Ordensgemeinschaft ist ein Institut des geweihten Lebens und verfügte am 31. Dezember 2005 über 58 Einrichtungen, sie zählte 387 Mitglieder, von denen 127 Priester waren. Ihr Orden stellt mit Nicola de Angelis den Bischof von Peterborough (Kanada). Derzeitiger Generalsuperior ist Ruggero Valentini, der 2010 Pater Aurelio Mozetta nachfolgte. Das Generalat hat seinen Sitz in Rom, die Kongregation verteilt sich auf vier Kontinente und unterteilt sich in die Ordensprovinzen Italien, Indien und Lateinamerika, darüber hinaus verfügt sie über Auslandsvertretungen in Asien, Afrika und Nordamerika.