Ombre di Luci

Ombre di Luci (italienisch für „Schattenlichter“) ist eine deutsche Band, die 1996 in Osnabrück als Duo gegründet wurde. Sie spielt auf akustischen Instrumenten ausschließlich Eigenkompositionen in einer Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen mit italienischen Texten.

Aufgrund der vielfältigen Einflüsse von Pop, Jazz, Latin, Polka, Folk und Chanson bezeichnet die Band ihre musikalischen Stil augenzwinkernd als „Popjazzlatinpolkafolkchansons“.
Die italienischen Texte von Ombre di Luci stammen von den Italienern Sergio Grani bzw. Giovanni Armanni, der im Sommer 2005 die Nachfolge Granis antrat.
Die erste Komposition „Ave Maria“ ist die Vertonung eines Gebets, das ein sterbender Soldat auf dem Schlachtfeld spricht. Das während des Bosnien-Krieges entstandene Lied brachte die Band am ersten Adventssonntag 2005 in der wieder aufgebauten Dresdner Frauenkirche zur Aufführung, vier Wochen nach der Weihe des Gotteshauses.
Zum Varusschlacht-Jubiläum 2009 komponierten Ombre di Luci ein Stück mit lateinischem Text: „Miles cum persona“ (Der Soldat mit der Maske). Das Lied thematisiert die Geschichte eines Legionärs, dessen Maske Archäologen nach 2000 Jahren finden, aus einem neuen Blickwinkel: Im Augenblick des unausweichlichen Todes sinniert der Römer über Sinn und Unsinn von Krieg und Gewalt und ahnt bereits, dass seine Maske eines Tages ein Symbol für den Frieden werden wird. Es ist das erste Stück auf der sechsten CD der Band, „Reliquiae“ (dt.: Überbleibsel), die im April 2009 erschien. Die übrigen sieben Lieder auf diesem Album stammen von den ersten beiden, lange Zeit vergriffenen Alben „Origine“ (1999) und „Vento del Sud“ (2000).
Außerdem wurde im Frühjahr 2010 im niedersächsischen Bad Essen ein Album als Auftragsarbeit präsentiert, das neben einigen Kompositionen der Band auch Kinderlieder des Cellisten Ludwig Voges enthält, der auch den Titelsong „Der Blütenbert“, über das Maskottchen der Landesgartenschau 2010, schrieb.
Vier weitere Alben haben die „falschen Italiener“ (so die Eigenbezeichnung der Band) in Eigenregie produziert: „Ma dove vai“ (2002), auf der u.a. auch der sizilianische Cantautore Pippo Pollina mitwirkt, die Live-CD „In Concerto“ (2004) und das fünfte Album „La Vita d´artista“, das im Juni 2008 erschienen ist. Auf ihrem achten Album „Città dei Sogni“, das am 21. Juli 2012 bei Timezone-Records veröffentlicht wurde, beschäftigen sich Ombre di Luci wieder mit typisch italienischen Geschichten und Bildern, wobei sie auch politische Themen nicht außer Acht lassen.
Neben hunderten „normalen“ Konzerten auf Festivals, in Hallen, Sälen, Clubs und Restaurants in ganz Deutschland, spielte die Band auch an einer Reihe von außergewöhnlichen Orten, so zum Beispiel in einem russischen Pionierferienlager an der Wolga, im antiken Amphitheater von Troja, im Clubhaus der „Contrada della Selva“ in der Altstadt von Siena, auf einem Volksfest im polnischen Masuren oder im Pavillon der katholischen Kirche auf der Expo 2000 in Hannover. Seit 2006 spielt die Band jährlich bei den Herbstgesprächen der Neuen Osnabrücker Zeitung im Haus der Berliner Bundespressekonferenz. 2007 spielte sie im Schlossgarten Bellevue des Bundespräsidenten.
So wie auf den Studioalben eine Reihe von internationalen Gastmusikern mitwirken, laden Ombre di Luci zu ihren Konzerten immer wieder gern Musiker aus anderen Kulturen ein, so z.B. Künstler aus Brasilien, Russland, Irland, Georgien, Italien, aus der Türkei und der Ukraine.
Ombre di Luci sind häufig bei Benefiz-Projekten zu finden, so z.B. bei Konzerten für Tsunami-Opfer, für krebserkrankte Kinder, für den Frieden und gegen Rassismus.
2010 wirkten sie auf der CD „Wir sind der VfL – der VfL ist Osnabrück“ des Osnabrücker Kabarettisten Kalla Wefel zu Gunsten von terre des hommes mit. Sie übersetzten die Fußballer-Hymne ins Italienische und spielten sie in einer Ska-Version ein.