Lebendimpfstoff

Ein Lebendimpfstoff besteht im Gegensatz zum Totimpfstoff aus sehr geringen Mengen funktionsfähiger Keime. Sie sind so abgeschwächt (attenuiert), dass sie sich zwar noch vermehren, die Krankheit aber bei immunkompetenten Impflingen nicht mehr auslösen können. Verabreicht wird ein Lebendimpfstoff als Spritzimpfung (Injektion) oder als Schluckimpfung (oral). Falls es sich bei den Krankheitserregern um Viren handelt, ist die Bezeichnung „Lebendimpfstoff“ streng genommen nicht korrekt

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, da Viren keine Lebewesen sind. Die Bezeichnung hat sich aber trotzdem wie im angelsächsischen Sprachraum (beispielsweise in „Live attenuated influenza virus vaccine“, LAIV) durchgesetzt.

Ein Vorteil ist, dass bei manchen Lebendimpfungen der Schutz nach einer Grundimmunisierung lebenslang anhält. Für immungeschwächte Personen ist er allerdings nicht geeignet. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Impfung sehr selten ähnliche Beschwerden wie die Krankheit selbst hervorruft. Sie fallen aber meist sehr schwach aus und dauern nur wenige Tage an. Im Vergleich zu früher sind die heutigen Lebendimpfungen sehr gut verträglich. (Die in Europa aufgegebene Polio-Schluckimpfung hatte in extremen Einzelfällen gar dauerhafte Lähmungen im Sinne einer Impfpoliomyelitis ausgelöst.)

Nach aktuellen Empfehlungen des in Deutschland dafür zuständigen Robert-Koch-Instituts sind Impfungen mit Lebendimpfstoffen ab drei Monaten vor einer und während der gesamten Schwangerschaft kontraindiziert. Dagegen können fällige Impfungen mit Totimpfstoffen den werdenden Müttern im zweiten und dritten Drittel der Schwangerschaft bedenkenlos verabreicht werden; im ersten Drittel sollten zum Ausschluss jeglichen Risikos für das Kind dagegen nur diejenigen Totstoff-Impfungen vorgenommen werden, die individuell dringend indiziert sind

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. In der anschließenden Stillzeit sind Impfungen generell ohne Beschränkungen möglich.

Unterschiedliche Lebendimpfstoffe bzw. Totimpfstoffe können simultan verabreicht werden. Bei nicht gleichzeitiger Impfung soll der Abstand zwischen zwei Lebendimpfungen allerdings mindestens vier Wochen betragen. Totimpfstoffe oder eine Kombination mit ihnen betrifft dies nicht.

FGM-172 SRAW

Die FGM-172 SRAW (Short Range Assault Weapon), auch unter dem Namen Predator SRAW bekannt, ist eine Kurzstrecken-Panzerabwehrwaffe, welche von Lockheed Martin produziert wird

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. Bevor sie 2006 ihren Namen vom US-amerikanischen Verteidigungsministerium erhielt, wurde die Waffe unter der Bezeichnung „SRAW MK 40 MOD 0“ entwickelt.

Das Predator-SRAW-System ersetzt die sich derzeit im Einsatz befindende AT-4 und soll eine Ergänzung zum Langstreckensystem FGM-148 Javelin im modernen Häuserkampf darstellen, da sie eine wesentlich geringere Mindestentfernung benötigt. Außerdem verwendet die FGM eine andere Art der elektro-sensorischen Zielerfassung als die Javelin, was es für den Gegner schwieriger macht sich mittels Softkill-Systemen gegen beide Systeme zu schützen. Die nur 9,7 kg schwere Waffe zählt zu den sogenannten Fire-and-Forget-Waffen, da sie nach einmaligem Anvisieren ihr Ziel selbständig verfolgen und ausschalten kann.

Man unterscheidet zwischen zwei Modellen:

Die FGM-172A wird als Panzerabwehrwaffe verwendet. Sie wird von einem inertialen Navigationssystem geleitet und greift ihre Ziele von oben an, kann jedoch auch auf direktem Wege abgefeuert werden.

Die FGM-172B besitzt einen multifunktionalen Spreng/Splitter-Sprengkopf, mit dem sie für den Einsatz in urbanen Gebieten geeignet ist.

Die Waffe, welche für das United States Marine Corps entwickelt und auch von den Special Forces und der Delta Force verwendet wird, kann aus Fahrzeugen oder Gebäuden abgefeuert werden

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, da das Geschoss nach dem Betätigen des Abzuges aus der Schulterabschussvorrichtung herausgeschleudert wird und erst nach Verlassen des Laufes den Antrieb zündet.

MGM-1 • RIM-2 • MIM-3 • AIM-4 • MGM-5 • RGM-6 • AIM-7 (RIM-7) • RIM-8 • AIM-9 • CIM-10 • PGM-11 • AGM-12 • MGM-13 • MIM-14 • RGM-15 • CGM-16 • PGM-17 • MGM-18 • PGM-19 • ADM-20 • MGM-21 • AGM-22 • MIM-23 • RIM-24 • HGM/LGM-25 • AIM-26 • UGM-27 • AGM-28 • MGM-29 • LGM-30 • MGM-31 • MGM-32 • MQM-33 • AQM-34 • AQM-35 • MQM-36 • AQM-37 • AQM-38 • MQM-39 • MQM-40 • AQM-41 • MQM-42 • FIM-43 • UUM-44 • AGM-45 • MIM-46 • AIM-47 • AGM-48 • LIM-49 • RIM-50

MGM-51 • MGM-52 • AGM-53 • AIM-54 • RIM-55 • PQM-56 • MQM-57 • MQM-58 • RGM-59 • AQM-60 • MQM-61 • AGM-62 • AGM-63 • AGM-64 • AGM-65 • RIM-66 • RIM-67 • AIM-68 • AGM-69 • LEM-70 • BGM-71 • MIM-72 • UGM-73 • BQM-74 • BGM-75 • AGM-76 • FGM-77 • AGM-78 • AGM-79 • AGM-80 • AQM-81 • AIM-82 • AGM-83 • AGM-84 • RIM-85 • AGM-86 • AGM-87 • AGM-88 • UGM-89 • BQM-90 • AQM-91 • FIM-92 • XQM-93 • YQM-94 • AIM-95 • UGM-96 • AIM-97 • YQM-98 • LIM-99 • LIM-100

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Suzette Haden Elgin

Suzette Haden Elgin (geb. Patricia Anne Wilkins, * 18. November 1936 in Jefferson City, Missouri; † 27. Januar 2015 in Arkansas) war eine US-amerikanische Schriftstellerin und Linguistin.

Elgin veröffentlichte sowohl Sachbücher als auch Fiktionales. Neben der von ihr konstruierten Sprache Láadan

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, die sie zur Auseinandersetzung mit der Sapir-Whorf-Hypothese schuf

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, derzufolge Sprache das Denken der Menschen formt, begründete Elgin auch die Fiction Poetry Association.

Nach dem Erwerb des M.A. am Chico State College 1968 begann sie mit dem Schreiben von Science Fiction, um die Studiengebühren für den Besuch der University of California, San Diego aufbringen zu können. Sie erwarb 1973 einen Ph.D.-Grad in Sprachwissenschaft, wobei sie zwei Fassungen ihrer Doktorarbeit, in Englisch und Navajo einreichte. Für das von ihr geschaffene Láadan, einer für die Bedürfnisse von Frauen geeigneten Sprache, veröffentlichte sie 1985 eine Grammatik und ein Wörterbuch. Elgin war eine bekannte Vertreterin der feministischen Science-Fiction-Literatur. Ihr erstes verkauftes Werk, For the Sake of Grace, erschien 1969 im Magazine for Fantasy and Science Fiction. Für ihr Werk wurde sie mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, darunter der Academy of American Poets Award.

Elgin übernahm 1972 einen Lehrstuhl für Linguistik an der San Diego State University und leitete das Ozark Center for Language Studies in Arkansas. Nach ihrer Emeritierung 1980 lebte sie mit ihrem Ehemann George Elgin in Arkansas. Elgin hatte vier Kinder, zwei Söhne und zwei Töchter. Mit George Elgin war sie in zweiter Ehe verheiratet, zuvor seit 1955 mit Peter Haden. Suzette Haden Elgin starb am 27. Januar 2015 im Alter von 78 Jahren.

Im deutschsprachigen Raum ist Elgin vor allem durch die Trilogie Native Tongue bekannt, von der auf Deutsch bislang nur Native Tongue (dt. Amerika der Männer, 1987) und The Judas Rose (Native Tongue II) (dt. Die Judasrose, 1990) erschienen sind. Zu dem Romanzyklus gehört noch das 1993 erschienene Earthsong (Native Tongue III). In Native Tongue behandelt Elgin vor dem Hintergrund einer Dystopie

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, in der Frauen keine Bürgerrechte mehr haben, auch die Entstehung, Theorie und Verbreitung der Sprache Láadan, die in den Romanen von Frauen zum alleinigen und geheimen Gebrauch durch andere Frauen entwickelt wird.

Insolvenzverwalter

Der Insolvenzverwalter (vor Einführung der Insolvenzordnung in Deutschland und Österreich sowie im schweizerischen Recht Konkursverwalter oder Gesamtvollstreckungsverwalter, veraltet auch Kontradiktor) wird bei der Eröffnung des Insolvenzverfahrens vom Insolvenzgericht ernannt und von diesem Gericht beaufsichtigt.

Sachlich zuständig ist ausschließlich das Amtsgericht, in dessen Bezirk ein Landgericht seinen Sitz hat, Insolvenzordnung (InsO). Infolge der Ausschließlichkeit des Gerichtsstandes ist die ansonsten grundsätzliche zulässige Prorogation, also ein durch die Parteien vereinbarter Gerichtsstand, nach § 2, InsO in Verbindung mit Abs. 2 Nr. 2 Zivilprozessordnung (ZPO) ausgeschlossen.

Die örtliche Zuständigkeit richtet sich nach InsO, wonach das Amtsgericht örtlich zuständig ist, in dessen Bezirk der Mittelpunkt einer selbstständigen wirtschaftlichen Tätigkeit des Insolvenzschuldners liegt, § 3 Abs. 1 Satz 2 InsO. Ist der Insolvenzschuldner Verbraucher ( BGB), so richtet sich die örtliche Zuständigkeit des Insolvenzgerichts nach dem allgemeinen Gerichtsstand ( ZPO) des Insolvenzschuldners. Auch die örtliche Zuständigkeit ist eine ausschließliche, so dass hinsichtlich einer Gerichtsstandsvereinbarung das Gleiche gilt wie bei der sachlichen Zuständigkeit.

Der Insolvenzverwalter muss nach InsO eine „geschäftskundige und von den Gläubigern und dem Schuldner unabhängige natürliche Person“ sein. In der Regel handelt es sich um Rechtsanwälte, die sich auf eine Tätigkeit als Insolvenzverwalter (gelegentlich auch als Fachanwalt für Insolvenzrecht) spezialisiert haben und häufig ausschließlich diesen Beruf ausüben.

Mit der Aufhebung oder Einstellung des Insolvenzverfahrens endet die Tätigkeit des Insolvenzverwalters, der dann auch seine Vergütung als Verfahrenskosten geltend machen kann ( Abs. 1 InsO). Maßgeblich für die Höhe der Vergütung des Insolvenzverwalters ist die Insolvenzrechtliche Vergütungsverordnung (InsVV, vgl. InsO). Die Vergütung wird nach sog. Regelsätzen gewährt. Dabei ist zu beachten, dass der Regelsatz der Vergütung nach dem Wert der Insolvenzmasse zur Zeit der Beendigung des Insolvenzverfahrens berechnet wird.

Nach der Insolvenzrechtlichen Vergütungsverordnung (InsVV) erhält der Insolvenzverwalter bei einem Wert der Masse bei Beendigung des Verfahrens von 25.000 Euro oder weniger 40 % der Insolvenzmasse, mindestens aber 500 Euro (ab 2004: mind. 1.000 Euro, bei mehr als 10 Gläubigern erhöht sich der Betrag noch). Bei weiteren 25.000 Euro beträgt die Vergütung 25 %, bei weiteren 200.000 Euro 7 %, für die weiteren 250.000 Euro 3 %, für die weiteren 24.500.000 Euro 2&nbsp

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;%, für die darüberhinausgehenden 25.000.000 Euro 1 % sowie für alle darüber hinausgehenden Mehrbeträge 0,5 %. Die Vergütung verteilt sich dabei anteilig auf die jeweiligen Staffeln. Die üblichen Geschäftskosten werden durch diese Vergütung abgedeckt, gesondert geltend gemacht werden können aber die Reisekosten etc. Mit Zustimmung des Gerichts kann der Insolvenzverwalter einen Vorschuss für seine Tätigkeit aus der Masse entnehmen.

Durch die Form der Vergütung handelt der Verwalter insbesondere gegenüber offenen Forderungen der Insolvenzmasse zum einen aus seiner Stellung heraus, da sie zur Insolvenzmasse gehören, zum anderen auch im eigenen Interesse, da er – jedenfalls bei kleinen Insolvenzmassen – nicht in unerheblichem Maße über seine Vergütung an dem erfolgreichen Einzug der Forderungen profitiert. Hieraus können Konflikte in der Wahl der Mittel entstehen, wie bspw. (Klage-)Drohungen u. ä. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass der Insolvenzverwalter, der als Rechtsanwalt zugelassen ist, für Tätigkeiten, die ein nicht als Rechtsanwalt zugelassener Verwalter angemessenerweise einem Rechtsanwalt übertragen hätte, nach Maßgabe des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes Gebühren und Auslagen gesondert aus der Insolvenzmasse entnehmen (vgl. InsVV).

Da die Vergütung des Verwalters in der Regel am Verfahrensende festgesetzt wird, liegt ein zügiges Vorgehen in seinem Interesse, ohne dass es für die Dauer eines Insolvenzverfahrens eine bestimmte Frist gäbe. Bei schwieriger Verwertungslage der Vermögensgegenstände können Insolvenzverfahren teilweise über Jahre dauern. Dieser Umstand kann für Betroffene zu Belastungen führen.

Eine berufliche Ausbildung zum Insolvenzverwalter gibt es nicht. Jedoch werden regelmäßig Rechtsanwälte mit Schwerpunkt Insolvenzrecht

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, Betriebswirte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer mit den Aufgaben des Insolvenzverwalters betraut. Der Zugang zum Amt des Insolvenzverwalters ist nicht klar geregelt. Die Auswahl des Insolvenzverwalters obliegt dem zuständigen Insolvenzrichter. Zum Insolvenzverwalter sollen nur geeignete Personen bestellt werden. Darüber, wie sich der Richter einen Überblick über den in Frage kommenden Personenkreis verschafft, wer also als Insolvenzverwalter in Betracht kommen kann, wenn die regelmäßig in kurzer Zeit zu treffende Entscheidung ansteht, enthält das Gesetz keine Regelung.

Da bei einigen Insolvenzgerichten sogenannte geschlossene Listen geführt wurden, also regelmäßig die gleichen Personen als Insolvenzverwalter bestellt wurden, haben sich Bewerber, die nicht berücksichtigt wurden, mit der Verfassungsbeschwerde gegen diese Praxis gewandt. Das Bundesverfassungsgericht hat daraufhin Regeln für die Bestellung des Insolvenzverwalters aufgestellt.

In einer weiteren Entscheidung vom 23. Mai 2006 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass es sich bei der Tätigkeit des Insolvenzverwalters um einen eigenständigen Beruf handelt.

Die Gläubigerversammlung kann den Insolvenzverwalter durch einen neuen ersetzen. Dafür ist nicht nur die summenmäßige Mehrheit der Ansprüche, sondern auch die kopfmäßige Mehrheit der Gläubiger erforderlich. Der neugewählte Insolvenzverwalter muss dann, wenn er nicht völlig ungeeignet ist, vom Gericht bestellt werden.

Die Amts-Theorie als herrschende Meinung sieht den Insolvenzverwalter als Handelnden kraft Amtes. Er handelt im eigenen Namen und mit Wirkungen für und gegen Masse und Schuldner.

Nach Abs. 1 InsO darf der Schuldner nicht mehr über die Masse (das pfändbare Vermögen) verfügen und verwalten. Es ist aber weiterhin Bestandteil seines Vermögens. Die Verfügungsmacht selbst geht auf den Insolvenzverwalter über.

Der Insolvenzverwalter hat hinsichtlich der Verwaltung ein Inventar der Masse anzulegen und die Masse gegen Schuldner und Gläubiger zu sichern.

Ausnahmsweise kann der Schuldner die Verfügungs- und Verwaltungsmacht behalten, wenn das Gericht eine Eigenverwaltung zulässt.

Verstößt der Insolvenzverwalter gegen die Pflichten des Insolvenzrechts, verletzt er also amtsspezifische Pflichten, so ist er allen Beteiligten zum Schadensersatz verpflichtet ( Abs. 1 InsO). Schadensersatz kann also zustehen: Insolvenzgläubigern, dem Gemeinschuldner, Aus- und Absonderungsberechtigten sowie Massegläubigern. Der Insolvenzverwalter hat für die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Insolvenzverwalters einzustehen (Verschuldensmaßstab; Abs. 1 Satz 2 InsO). Er haftet dabei mit seinem gesamten Privatvermögen. Die Haftung des Insolvenzverwalters bestimmt sich nach , InsO. Insbesondere haftet der Verwalter grundsätzlich auch dann persönlich, wenn er als Insolvenzverwalter Verbindlichkeiten begründet (Masseverbindlichkeiten) und diese aus der Insolvenzmasse nicht voll erfüllt werden können. Neben dem Privatvermögen haftet auch die Insolvenzmasse mit. Die Schadensersatzansprüche gegen den Insolvenzverwalter verjähren grds. nach der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren ab Kenntnis ( Satz 1 InsO); spätestens jedoch in drei Jahren von der Aufhebung oder der Einstellung des Insolvenzverfahrens an ( Satz 2 InsO). Fehler bei der Auswahl des Insolvenzverwalters durch das Insolvenzgericht können eine Amtshaftung nach BGB in Verbindung mit GG nach sich ziehen, weil das Spruchrichterprivileg ( Abs. 2 BGB) für die Auswahlentscheidung nicht greift.

Während der amtsrechtliche Status des Insolvenzverwalters relativ unproblematisch ist, ist seit langem umstritten, gegenüber wem der Insolvenzverwalter im Außenverhältnis handelt. In Betracht kommt ein Handeln für und gegen die Masse, den Schuldner, die Gläubiger und im Falle der Prozessführung dem Gericht.

Nach der heute nicht mehr vertretenen Gläubigervertretungstheorie fungierte der Insolvenzverwalter als Vertreter bzw. Organ der Gläubigergemeinschaft. Begründet wurde dieser theoretische Ansatz damit, dass das Insolvenzverfahren ausschließlich im Interesse der Gläubiger erfolgte und diese zudem einen erheblichen Einfluss auf das Verfahren haben. Problematisch an dieser Meinung ist jedoch, dass das Verwalterhandeln in erster Linie den Schuldner und dessen Vermögen trifft nicht dagegen die Gläubiger. Des Weiteren sind die Gläubiger rechtlich gesehen nicht miteinander verbunden, so dass der Gedanke der Gläubigervertretung insgesamt unschlüssig bleibt.

Die Schuldnervertretungstheorie betrachtet den Verwalter als Vertreter des Schuldners, wobei die Vertretungsmacht gesetzlich begründet werde. Diese Theorie kann schlüssig erklären, weshalb der Verwalter sich für den Schuldner wirksam verpflichten kann. Nicht erklären kann sie dagegen den Widerspruch, dass eine Vertretung typischerweise im Interesse des Vertretenen erfolgt, während der Insolvenzverwalter vielerlei Interessen gerecht werden muss.

Die Vertreter der Organtheorie sehen dagegen den Insolvenzverwalter als Vertreter der Insolvenzmasse an. Demnach messen sie der Insolvenzmasse Rechtssubjektsqualität zu. Mit ihr lassen sich alle Wirkungen von Verwalterhandeln, die ja in der Regel auf die Masse beschränkt sind, gut begründen. Gegen die Organtheorie spricht aber, dass nach deutschem Recht nur ein Rechtssubjekt, nie dagegen ein Gegenstand vertreten werden kann. Die Organtheorie entspricht der herrschenden Rechtsmeinung, nämlich dass der Insolvenzverwalter zu Gunsten und zu Lasten der Insolvenzmasse handelt. Das ergibt sich auch schon daraus, dass er ggf. aus der Insolvenzmasse einen Betrieb weiter führen kann und die Mitarbeiter (Angestellten) aus der Insolvenzmasse als sogenannte Massegläubiger befriedigen kann. Ebenso sonstige Neugläubigerin Verbindung mit einer Betriebsweiterführung oder Betriebsabwicklung. Diese rechtliche Konstruktion wäre ohne die Organtheorie nicht vorstellbar und nicht praktikabel. Die Insolvenzmasse ist hier Rechtssubjekt als sog. Sondervermögen ähnlich einer Stiftung.

Nach der von der herrschenden Meinung vertretenen Amtstheorie handelt der Insolvenzverwalter kraft Amtes im eigenen Namen und mit den Folgen, die das Gesetz jeweils für und gegen die Masse bzw. für und gegen den Schuldner vorsehe. Ein gesetzlicher Anhalt für diese Theorie findet sich in Satz 1 Nr. 1 ZPO. Die ausstehende theoretische Klärung eröffnet eine interpretatorische Grauzone, zumal das vergütungstechnische Eigeninteresse der Verwalter die amtliche Vertreterrolle rechtssystematisch konterkarieren kann.

Das Gericht kann noch vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens einen sog. vorläufigen Insolvenzverwalter gemäß Abs. 2 InsO bestellen. Die Rechtsstellung hängt vom Beschlussinhalt des Gerichtes ab. Die meisten Beschlüsse sehen vor, dass Verfügungen des Schuldners von der Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters abhängen. In dieser Variante des sogenannten „schwachen“ vorläufigen Verwalters hat der Insolvenzverwalter keine Verfügungsmacht und nimmt nur Funktionen der Sicherung wahr. Den Umfang bestimmt das Insolvenzgericht. In Ausnahmefällen bestimmt das Gericht, dass die Verfügungsbefugnis auf den vorläufigen Insolvenzverwalter übergeht. Der vorläufige Insolvenzverwalter darf die Masse nicht verwerten, er darf das Unternehmen allerdings fortführen und nur mit Zustimmung des Gerichts auch stilllegen. Ihm obliegt es ferner festzustellen, ob genügend Vermögen zur Deckung der Verfahrenskosten vorhanden ist.

Seit dem Insolvenzrechtsänderungsgesetz 2010 wird auch in Österreich der Begriff Insolvenzverwalter verwendet. Das Verfahren in Österreich heißt Insolvenzverfahren, welches sich wiederum in das Sanierungsverfahren und das Konkursverfahren unterteilt. Im Sanierungsverfahren heißt der Insolvenzverwalter Sanierungsverwalter und im Konkursverfahren Masseverwalter. Er wird vom Konkursgericht aus einer vom Oberlandesgericht Linz geführten Datenbank (Insolvenzverwalterliste) bestellt. Ihm obliegt die praktische Durchführung des Konkursverfahrens. Er verwaltet und vertritt das Vermögen des Gemeinschuldners, prüft die angemeldeten Forderungen und legt dem Konkursgericht Bericht darüber. Bei der Prüfungstagsatzung, wo die angemeldeten Konkursforderungen geprüft werden, anerkennt oder bestreitet der Masseverwalter diese.

Accademia Nazionale dei Lincei

Die Accademia Nazionale dei Lincei oder einfach nur Accademia dei Lincei (auf Deutsch ‚Akademie der Luchsartigen‘, luchsartig im Sinne von scharfsichtig) war die erste private Institution zur Förderung der Naturwissenschaften in Europa. Sie wurde 1603 in Rom von dem Adligen Federico Cesi und seinen Freunden Anastasio de Fillis, Francesco Stelluti und Johannes van Heeck gegründet. Ihr Sinnbild war der Luchs

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, das Motto „Sagacius ista“. Heute ist sie die nationale Akademie der Wissenschaften Italiens.

Das bekannteste Mitglied der Akademie war Galileo Galilei, der im April 1611 Mitglied wurde. Mitglieder waren auch Giambattista della Porta, ein Universalgelehrter und Dramatiker, Kardinal Francesco Barberini, ein Neffe des späteren Urban VIII. (Papst von 1623 bis 1644) und dessen Sekretär Cassiano Dal Pozzo.

Mit dem Tod ihres Gründers im Jahr 1630 verlor sie an Bedeutung. Nach wechselvollen Geschicken wurde sie im 19. Jahrhundert zunächst 1840 durch Papst Gregor XVI. geschlossen, bald darauf aber wiederbelebt: 1847 gründete Papst Pius IX. die Pontificia Accademia dei Nuovi Lincei. Diese Akademie der Wissenschaften spaltete sich 1870 mit der Eroberung des Kirchenstaats durch Italien: die italienische Akademie erhielt den Namen Reale Accademia dei Lincei (Abkürzung: R. Accademia dei Lincei), die päpstliche erhielt später den Namen Pontificia Accademia Romana dei Nuovi Lincei.

Da die Mitglieder der Königlichen Accademia dei Lincei dem Faschismus überwiegend reserviert gegenüberstanden, errichtete Benito Mussolini 1926 die Accademia d’Italia, mit der die Accademia dei Lincei 1939 verschmolzen wurde. Der Vorschlag von Benedetto Croce im August 1943, nach dem Zusammenbruch des faschistischen Regimes die alte Akademie wiederzuerrichten, konnte erst 1944 verwirklicht werden: noch heute besteht sie unter dem Namen Accademia Nazionale dei Lincei. Sie führt die Traditionen und die Geschichte der 1603 gegründeten Akademie fort.

Nach dem Statut von 1986 hat die Akademie 180 ordentliche italienische, 180 ausländische Mitglieder sowie 180 italienische Korrespondenten. Sie sind in zwei Klassen (Classe di Scienze Fisiche, Matematiche e Naturali und Classe di Scienze Morali, Storiche e Filologiche) mit verschiedenen Kategorien (z. B. Matematica, Mecccanica e Applicazioni oder Archeologia) und Sektionen (als Beispiele Matematica, Meccanica e applicazioni della Matematica oder Botanica e applicazioni, nur in der naturwissenschaftlichen Klasse) organisiert.

In der deutschsprachigen Wikipedia erfasste ehemalige und gegenwärtige Mitglieder der Accademia dei Lincei stehen in der Kategorie Mitglied der Accademia dei Lincei.

David Lerner

David Lerner (* 23. November 1951 in New York; † 1. Juli 1997 in San Francisco, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Lyriker, Verleger und Journalist

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.

In Brooklyn geboren, wuchs Lerner dort und in Queens auf, bevor er im Alter von 21 nach Kalifornien zog. Er schrieb bereits Gedichte und jobbte als Bauarbeiter und Möbelpacker. In den Achtzigern begann er als Journalist zu arbeiten, unter anderem für San Francisco Chronicle und US Magazine. Nach einem Burnout mit 35 gründete er zusammen mit Bruce Isaacson 1986 in San Francisco den Verlag Zeitgeist-Press. Bis zu seinem Tod 1997 gehörte er den so genannten San Francisco Barbarians an – einer Gruppe von Lyrikern und Spoken-Word-Dichtern, die regelmäßig im Cafe Babar auftraten.

Zu Lebzeiten erschienen vier rasch vergriffene Gedichtbände von ihm, posthum folgten eine Sammlung ausgewählter und bis dahin unpublizierter Gedichte sowie eine CD mit Originalaufnahmen von Lesungen.

Man bezeichnete Lerner als „Ezra Pound des Untergrunds“

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. Seine oft mit wilden, assoziativen Schleifen einsetzenden Gedichte, schreibt Jeffrey McDaniel, seien „wendig und voller Kicks. Eher Kung-Fu als Sumo.“

Eines der bekanntesten Gedichte Lerners trägt im Original den Titel „Mein Kampf“ und gleicht einem vehementen Bekenntnis des Autors zur Poesie, insbesondere zur Untergrund-Lyrik, während er dem literarischen Mainstream eine Absage erteilt.

Die Mission seiner Dichtung sah er nach eigenen Worten darin, »einen kirschroten Mercedes Benz mitten in die Hölle zu fahren und eine Wette auf Gott abzuschließen«. Lerner starb 1997 an einer Überdosis Heroin und hinterließ Tausende von Manuskriptseiten und Briefe. Er wurde erstmals von Ron Winkler ins Deutsche übersetzt und ist in der österreichischen Zeitschrift Lichtungen und als Buchausgabe im Verlag poetenladen erschienen.

Rohrbach Metallflugzeugbau

Die Rohrbach Metallflugzeugbau GmbH war ein 1922 von Adolf Rohrbach in Berlin gegründetes Unternehmen zum Bau von fortschrittlichen Ganzmetallflugzeugen. Da der Flugzeugbau in Deutschland damals durch den Versailler Vertrag verboten war

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, gründete Rohrbach parallel dazu in Kopenhagen die Rohrbach-Metall-Aeroplane Co. A/S zum Bau der Maschinen. Im April 1934 übernahm die Weser-Flugzeugbau GmbH das Unternehmen. Adolf Hitler nutzte für seinen Deutschlandflug zum Wahlkampf 1932 eine von der Lufthansa gemietete Ro VIII Roland. In den zehn Jahren seines Bestehens stellte das Unternehmen, ohne Lizenzbauten, insgesamt nur 41 Flugzeuge her.

Erste gebaute Konstruktion war das für die japanische Marine konstruierte zweimotorige Flugboot Ro II. Es folgten die Ro III und Ro IIIa Rodra, von denen die Letztgenannte auch in die Türkei exportiert wurde

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. Erfolgreichste Konstruktion war die Ro VIII Roland, ein dreimotoriges Verkehrsflugzeug für 10 Passagiere. Das einzige einmotorige Flugzeug der Firma war das Hochdecker-Jagdflugzeug Ro IX Rofix, das allerdings nach Absturz des ersten Prototyps mit dem bekannten Piloten Paul Bäumer am Steuer nicht weiter verfolgt wurde. Zu den großen Flugbooten seiner Zeit zählte auch die Rohrbach Ro X „Romar“.

„…Das Rohrbach-Riesen-Flugboot ist das grösste der Welt. Es wiegt 300 Ctr. Die Flügelspannweite beträgt 37 m, die Rumpflänge 22

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,70 m. Es ist mit 3 Motoren von insgesamt 2400 P.S. ausgestattet. Das ganze Boot besteht aus 8 wasserdichten Schoten wie sie die Ozeandampfer haben, welche bei Havarie völlig gegeneinander abgeschlossen und ein Untergehen des Flugbootes verhindern.“

Anfang der 1930er Jahre musste die Firma Rohrbach aus wirtschaftlichen Gründen den Betrieb einstellen. Sie wurde im April 1934 von der Weser-Flugzeugbau GmbH aus Lemwerder übernommen. Rohrbach wurde dort Technischer Direktor.