Tube (Behälter)

Eine Tube (von lateinisch tubus ‚Rohr‘) ist ein längliches, festes, aber formbares Behältnis, das pastenartige oder dickflüssige Substanzen enthalten kann; Beispiele sind Zahnpasta, Klebstoffe, Schuhcreme und Haarfarben, aber auch Lebensmittel wie Senf, Mayonnaise, Remoulade oder Meerrettich. Der runde Tubenkörper ist heutzutage entweder aus Kunststoff oder 99,7%igem Aluminium gefertigt. Ursprünglich bestand der Tubenkörper aus Zinn. Zur Befüllung dient die Tubenfüllmaschine.

Der wesentliche Vorteil der Tube gegenüber einer Dose oder einem Schraubglas besteht darin, dass der Inhalt nur an der Spitze mit Luft oder Bakterien in Kontakt kommt und dadurch länger hält und nicht austrocknet. Ein weiterer Vorteil ist die leichte und punktgenaue Dosierbarkeit ohne zusätzliche Hilfsmittel, beispielsweise bei Klebstoff, Senf oder Zahnpasta. Ein Nachteil ist, dass formbedingt immer eine Restmenge in der Tube verbleibt, und nicht genutzt werden kann.

Aluminiumtuben werden im Rückwärtsfließpressverfahren hergestellt. Bei Kunststoff sind auch ovale Formen möglich, aber eher die Ausnahme, auch Aufgrund der Haptik und Handhabung. Die Öffnung der Tube ist entweder mit einer Folie verschlossen (meist der Fall bei Zahnpasten), oder bei Alutuben mit einer Aluminiummembrane, die durch einen am aufgeschraubten Verschluss angebrachten Kunststoffdorn durchstoßen wird mcm taschen sale.

Der Maler John Rand erhielt für die Tube am 11. September 1841 in den USA ein Patent (Nr. 2252), und im gleichen Jahr in England (Nr. 8863, auf Zinntuben mit Schraubdeckel und zugehöriger Füllmaschine). Er hatte sich über eintrocknende Farben geärgert und eine Tube aus Blei entwickelt, denn bis dahin mischten die Maler in ihren Ateliers die Farben erst unmittelbar vor dem Gebrauch an. 1842 wurde Rands Erfindung durch den Hersteller von Künstlerfarben Winsor & Newton in England verwendet und auf der Londoner Weltausstellung von 1851 präsentiert. Tubenfarben erlangten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine kaum zu überschätzende kulturgeschichtliche Bedeutung, weil sie den Impressionisten und anderen Freilichtmalern erlaubten, spontan und in der freien Natur umstandslos Ölfarben zu verwenden. „Die Farbtuben haben es uns ermöglicht, in freier Natur zu malen. Ohne sie hätte es weder einen Cézanne noch einen Manet gegeben, auch nicht den Impressionismus.“ (Auguste Renoir)

1892 verkauft der Zahnarzt Washington Wentworth Sheffield aus New London (Connecticut, USA) Zahncremetuben, 1908 folgt damit der deutsche Hersteller Beiersdorf, seine Zahnpasta Pebeco wurde in der patentierten Tesa-Tube angeboten mcm taschen sale. Nach der aus Zinn hergestellten Stanniol-Tube wird um 1920 Aluminium zum bevorzugten Tubenmaterial.

Die heute geläufige Kunststofftube entwickelte sich um die Mitte des 20. Jahrhunderts. Bei Kunststofftuben unterscheidet man einerseits zwischen nahtlos coextrudierten Tuben und andererseits Laminat-Tuben, welche aus einer Folie, die zuvor bedruckt und später zu einer Röhre verklebt wird, hergestellt werden. Zum nahezu völligen Entleeren einer Tube kann eine Tubenpresse oder ein Tubenschlüssel verwendet werden.

Gottfried Böhm

Gottfried Böhm (* 23. Januar 1920 in Offenbach am Main) ist ein deutscher Architekt und Bildhauer. Seine Bekanntheit gründet sich auf die Schaffung höchst skulpturaler Bauten aus Beton, Stahl und Glas, von denen einige als „Architektur-Ikonen des 20. Jahrhunderts“ gelten. Böhms erster eigenständiger Bau war die Kölner Kapelle „Madonna in den Trümmern“; sein wohl bedeutendster Bau ist der Mariendom in Neviges. Der bislang jüngste vollendete Bau unter Böhms Beteiligung ist das Hans Otto Theater in Potsdam. 1986 wurde er als erster deutscher Architekt mit dem angesehenen Pritzker-Preis ausgezeichnet.

Gottfried Böhm wurde 1920 als jüngster von drei Söhnen Dominikus und Maria Böhms (geb. Scheiber) in Offenbach am Main geboren. Bereits sein Großvater Alois Böhm hatte in der bayrisch-schwäbischen Stadt Jettingen ein Baugeschäft. Sein Vater Dominikus verlegte 1926 sein Büro nach Köln, wo er bis 1934 eine Professur an den Kölner Werkschulen innehatte.

Gottfried Böhm besuchte das Kölner Apostelgymnasium, das er 1938 mit dem Abitur verließ. 1939 zog sich Familie Böhm aus Köln wieder ins heimische Jettingen zurück, wo Dominikus Böhm sein Architekturbüro weiterführte. Im selben Jahr wurde Gottfried Böhm zum Kriegsdienst eingezogen. Aufgrund einer 1942 in Russland erlittenen Fußverletzung wurde er vom Militärdienst befreit und konnte sein Architekturstudium an der TU München aufnehmen. Zu seinen Lehrern gehörten Adolf Abel und Hans Döllgast. Seiner Neigung und dem ursprünglichen Berufswunsch entsprechend, studierte Böhm parallel Bildhauerei bei Josef Henselmann an der Kunstakademie. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs legte er seine Diplomprüfung ab.

Eine Rückkehr in das in Trümmern liegende Köln verzögerte sich für die Böhms noch bis 1947; Gottfried Böhm wartete in München das Studienende seiner späteren Ehefrau ab und nutzte die Zeit für freie Studien und Bildhauerarbeiten. In dieser Zeit entstanden seine ersten Konzeptideen für die später Böhm-typische, hängende „Gewebedecke“ über einem großen Zentralraum. Zurück in Köln, arbeitete Gottfried Böhm mit seinem Vater bis zu dessen Tod 1955 zusammen; die Aufträge wurden jedoch so aufgeteilt, dass Böhm junior unter eigenem Namen Projekte verwirklichen konnte. Der erste eigenständige Bau Gottfried Böhms war die Kapelle Madonna in den Trümmern der zerstörten Kirche St. Kolumba im Jahr 1947.

1948 heiratete Böhm seine ehemalige Kommilitonin, die Architektin Elisabeth Haggenmüller († 2012); aus der Ehe gingen vier Söhne hervor: Stephan (* 1950), Markus (* 1953), Peter (* 1954) und Paul (* 1959). 1950/51 arbeitete Böhm in einer Bürogemeinschaft mit seinem Kollegen Paul Pott, zudem war er im Jahr 1950 bei der Wiederaufbaugesellschaft der Stadt Köln unter Rudolf Schwarz tätig.

Während eines halbjährigen USA-Aufenthalts 1951 arbeitete Böhm im Büro von Cajetan Baumann, traf auf seiner Studienreise mit Walter Gropius und Mies van der Rohe zusammen. Nach seiner Rückkehr nach Köln war er im väterlichen Büro tätig und erbaute sein eigenes Haus in Köln-Weiß. Als Dominikus Böhm 1955 starb, übernahm Gottfried das Büro. In dieser Zeit entstanden im Zuge des Wiederaufbaus zahlreiche Sakralbauten: allein bis 1959 baute Böhm 39 Kirchen.

Böhms erster Profanbau war die Erweiterung der Godesburg in Bonn. In den Folgejahren entstanden eine Reihe von Bauten, die Böhm international bekannt machen sollten. Als einer der architektonischen Höhepunkte im Schaffen Böhms gilt die Wallfahrtskirche Maria, Königin des Friedens in Velbert-Neviges; die ersten Architekturpreise 1967 und 1968 würdigten vor allem diesen Bau und das in der gleichen Periode entstandene Bensberger Rathaus. Als Nachfolger von Hans Schwippert übernahm Gottfried Böhm zusätzlich 1963 den Lehrstuhl für Werklehre (später „Stadtbereichsplanung und Werklehre“) an der RWTH Aachen, den er bis zu seiner Emeritierung 1985 innehatte.

Nachdem gegen Ende der 60er Jahre die Hochphase für Kirchenbauten deutlich abflaute, widmete sich Böhm vermehrt öffentlichen Gebäuden und in den 70er Jahren dem Bau von Geschäfts- und Siedlungsbauten. 1976 wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung ernannt und nahm 1980 mit mehreren Wohnbauten in Berlin an der Internationalen Bauausstellung teil.

Seit 1982 bezog Böhm vermehrt seine Söhne mit in seine Bauprojekte ein. Lehraufträge führten ihn in den Folgejahren erneut in die USA: so unterrichtete er am Massachusetts Institute of Technology, an der University of Pennsylvania Philadelphia, in St. Louis und an der Washington University sowie an der International Academy of Architecture (IAA) in Sofia.

Böhms Architektenbüro wird seit 2006 weitgehend von den Söhnen Stephan, Peter und Paul Böhm fortgeführt; an ausgewählten Projekten ist Gottfried Böhm jedoch weiterhin beteiligt.

Am 21. November 2010 wurde die ehemalige Pfarrkirche St. Ursula in Hürth-Kalscheuren ihm zu Ehren in Böhm Chapel umbenannt.

Gottfried Böhms Arbeiten erstrecken sich über die gesamte zweite Hälfte des 20 mcm taschen sale. bis in die Anfänge des 21. Jahrhunderts. Während zu Beginn seiner Laufbahn bis in die späten 60er Jahre der Schwerpunkt deutlich auf dem Kirchenbau lag, widmete er sich danach Profanbauten, Siedlungen und städtische Freiräumen („eingehauster Stadtraum“).

Als charakteristisch für Böhms Bauten, die zu Beginn häufig in Beton, später in Stahl und Glas ausgeführt wurden, gelten ihre räumliche Präsenz und Skulpturenhaftigkeit. Ein Teil davon wird auf Böhms Liebe zur bildenden Kunst zurückgeführt, aufgrund der er neben Architektur Bildhauerei studiert hatte.

Einige von Böhms besonders prominenten Kirchenbauten sind mit dem Attribut „expressionistisch“ versehen worden oder gelten als Beispiele des Brutalismus. Insgesamt entzieht sich das Werk Böhms jedoch der Einordnung in eine bestimmte architektonische Stilrichtung oder Mode; sie ist eher von einem speziellen „Böhm-Touch“, einer über die Generationen der Architektenfamilie verbindenden roten Faden, geprägt.

In den ersten Jahren seiner Arbeit nutzte Böhm die Freiheiten, die ihm die Arbeit im Kirchenbau boten. Er setzte die von ihm entwickelte „Gewebedecken“ – eine Weiterentwicklung von Rabitzschalen – in die Praxis um, leichte, hängend konstruierte Betonschalen mit textiler Wirkung. Erstmals verbaute er diese in der Kapelle St. Kolumba in Köln, seinem frühesten eigenständigen Sakralbau. Typische Bauten dieser Zeit sind St. Anna in Köln-Ehrenfeld oder St. Albert in Saarbrücken.

Insgesamt sind die frühen Bauten Böhms von großem Formenreichtum und einer Vielfalt geprägt, mit der er sich gegen die Uniformität der städtischen Nachkriegsarchitektur stemmte. Bei aller Vielfalt sind viele der Bauten jedoch noch geometrisch in ihren Formen, ihre Baukörper sind Quader, Pyramiden, Kegel, schlanke bleistiftartige Türme und Säulen. Manche, etwa die Herz-Jesu-Kirche in Schildgen, verbergen sich hinter hohen Mauern; andere dominieren traditionell ihre städtische Umgebung, so etwa die Kirche in Blumenau im Süden Brasiliens.

In den 1960er Jahren entwickelte Böhm die kristallinen „Betonfelsen“, die ihn international bekannt machen sollten. Auf dem Weg zu den neuen Raumformen standen die Marienkirche (heute: Fatimakirche) in Kassel-Wilhelmshöhe und die großen asymmetrischen Faltdecken in St. Gertrud (Köln). St. Anna in Hämmern und die Kirche Christi-Auferstehung in Köln-Lindenthal gehören ebenfalls in die Reihe dieser Bauten. Beton ist das dominierende Material; in Ausnahmefällen kommt Backstein zum Einsatz. Den Höhepunkt dieser Entwicklung bildete die Wallfahrtskirche in Neviges, die gemeinhin als Böhms wichtigstes Werk gilt. Hier dominiert die monumentale Raumplastik, die sich auf unregelmäßigem Grundriss erhebt und in kristallinen Formen in die robusten Faltdächer übergeht. Nicht zuletzt auch besonders wirksam durch die bedeutende Innenausstattung mit seinen selbst gestalteten Fenstern und der ca 5 m hohen Mariensäule von Elmar Hillebrand die das sehr kleine Nevigeser Wallfahrtsbild umschliesst.

Mit dem Ende der 1960er Jahre und der ersten Wirtschaftskrise der Bundesrepublik endete jedoch die Kirchenbaukonjunktur, so dass Böhm neue Schwerpunkte entwickeln musste.

Bereits in den 1960er Jahren hatte Böhm einige historische Bauten durch Betonkonstruktionen modernisiert und ausgebaut, darunter die Godesburg in Bonn, die Kauzenburg in Bad Kreuznach und schließlich – als ausdrucksstärkstes dieser Zeit – das neue Bensberger Rathaus, das architektonisch mit der alten Burg eine neue Verbindung einging.

Auch aus wirtschaftlichen Gründen wandte Böhm sich in den 1970er Jahren von den phantastisch-skulpturalen Bauformen weg, hin zu flexibleren und funktionalen Bauelementen, darunter Stahlträger oder Systemelemente. Auftraggeber in dieser Epoche waren zunehmend Kommunen, die Rathäuser bauten, aber auch Nachholbedarf an Museen- und Theaterbauten hatten. Zu Böhms Arbeiten dieser Zeit gehören das Bürgerhaus Bergischer Löwe in Bergisch Gladbach, das Diözesanmuseum in Paderborn oder auch das Rathaus in Bocholt.

In der Trabantenstadt Chorweiler im Norden von Köln entwickelte Böhm bis 1974 eine Siedlung, die sich von den Massenquartieren der 1960er Jahre deutlich abhob. Ein mehrstöckiges Hochhaus wölbt sich um einen zentralen Platz; dazu kommen verschachtelte, mehr Rückzugsmöglichkeiten bietende Wohnungen entlang einer schmalen Gasse. Die Siedlung blieb im sozialen Wohnungsbau beispielhaft, da die Kosten die von üblichen Hochhausbauten überstiegen. Die wenigen kirchlichen Gebäude in diesem Jahrzehnt waren eher funktionale Gemeindezentren als große Kirchenbauten. Die Wallfahrtskirche in Wigratzbad, auf flexible Erweiterbarkeit oder sogar Reduktion der Bauten angelegt, sowie das Gemeindezentrum in Essen-Kettwig mit seiner Aluminium-Glas-Fassade gehören dazu.

1986 würdigte die Jury des renommierten Pritzker-Preises Gottfried Böhm mit der Verleihung desselben. Man lobte Böhms Verbindung von Tradition und Moderne und stellte ihn in der Laudatio selbst als Teil einer Tradition vor, indem er als „Sohn, Enkel, Ehemann und Vater von Architekten“ bezeichnet wurde.

„His highly evocative handiwork combines much that we have inherited from our ancestors with much that we have but newly acquired — an uncanny and exhilarating marriage, to which the Pritzker Architecture Prize is happy to pay honor.
Sein hochbewegendes Werk kombiniert vieles von dem, was wir ererbt haben mit dem, was wir neu erworben haben – eine unheimliche und berauschende Verbindung, der der Pritzker Architekturpreis mit Freude die Ehre erweist.

Schon 1985, lange vor der deutschen Wiedervereinigung, wurde Böhm von Helmut Kohl mit einem vertraulichen Gutachten zum Umbau des Berliner Reichstagsgebäudes betraut, in dem der Bundestag damals einmal im Jahr tagte. Böhm entwickelte die Idee der gläsernen Kuppel für das Parlament, auf deren Spitze sich Besucher aufhalten und spiralförmige Wege entlang wandern können. Als das Projekt schließlich akut wurde, wurden seine Entwürfe den teilnehmenden Architekten als Information zur Verfügung gestellt. Böhm war an der tatsächlichen Umsetzung dann nicht beteiligt, dennoch findet sich einiges der ursprünglichen Ideen des Architekten in dem umgesetzten Bau wieder.

Von 1982 bis 1989 entstand unter der Beteiligung Böhms die Wiederherstellung des Schloss Saarbrücken. Böhm ist auch für den Entwurf des markanten Mittelbaus verantwortlich, dessen Stahl-Glas-Konstruktion die beiden Schlossflügel verbindet. Ende der 1980er und in den 1990er Jahren entstanden eine ganze Reihe von im öffentlichen Raum deutlich wahrnehmbaren Bauten, an denen teilweise bereits Böhms Söhne oder – im Fall der WDR Arkaden – seine Frau Elisabeth beteiligt waren. Die Glaspyramide der Ulmer Stadtbibliothek, das Verwaltungsgebäude der Deutschen Bank in Luxemburg-Kirchberg und das Stadttheater in Itzehoe gehören ebenso dazu wie die Mantelbebauung der Lanxess Arena und die Veranstaltungshalle selbst in Köln-Deutz sowie ein städtisches Verwaltungsgebäude in Köln-Kalk. Unter den Firmensitzen bildet der Züblin-Bau in Stuttgart-Möhringen mit seiner gläsern überbauten Mittelhalle das wohl bekannteste.

Die jüngsten Bauten und Projekte Böhms sind das Hans Otto Theater in Potsdam und die geplante Moschee in Köln-Ehrenfeld. In beiden Entwürfen finden sich, diesmal im Außenbau, Schalenkonstruktionen wieder, die an diejenigen ganz am Anfang von Böhms Werk erinnern.

Ein Gebäude ist für den Menschen Raum und Rahmen seiner Würde, und dessen Äußeres sollte seinen Inhalt und seine Funktionen reflektieren.“
(A building is a human being’s space and the background for his dignity and its exterior should reflect its contents and function.)

Artikel

Interviews

Dominikus Böhm (1880–1955) | Gottfried Böhm (* 1920) | Elisabeth Böhm (1921–2012) | Stephan Böhm (* 1950) | Peter Böhm (* 1954) | Paul Böhm (* 1959)

Gauliga Ostpreußen 1943/44

Die Gauliga Ostpreußen 1943/44 war die elfte und letzte Spielzeit der Gauliga Ostpreußen des Deutschen Fußball Bundes. Zum fünften Mal gewann der VfB Königsberg die Meisterschaft

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, welche im Rundenturnier ausgetragen wurde, und qualifizierte sich somit für die Deutsche Fußballmeisterschaft 1943/44. Nach dem Erstrundensieg über den LSV Mölders Krakau erreichte Königsberg das Achtelfinale, bei dem die Königsberger nach einer 3:10-Heimniederlage gegen den HSV Groß Born ausschieden.

Die Gauliga Ostpreußen wurde in dieser Saison mit 7 Mannschaften ausgespielt

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. Es war die letzte Spielzeit der Gauliga Ostpreußen. Durch den Verlauf des Zweiten Weltkrieges war eine Durchführung der Gauliga in der kommenden Spielzeit unmöglich. Nach dem Krieg fiel Ostpreußen an die Sowjetunion und Polen, sämtliche Vereine wurden aufgelöst.

1933/34 | 1934/35 | 1935/36 | 1936/37 | 1937/38 | 1938/39 | 1939/40 | 1940/41 | 1941/42 | 1942/43 | 1943/44

Meisterschaftsendrunde
Gauligen:  Baden | Bayern | Berlin-Brandenburg | Böhmen-Mähren&nbsp mcm taschen sale;| Danzig-Westpreußen | Donau-Alpenland | Elsaß | Generalgouvernement | Hamburg | Hessen-Nassau | Köln-Aachen | Kurhessen | Mecklenburg | Mitte | Moselland | Niederrhein | Niederschlesien | Oberschlesien | Osthannover | Ostpreußen | Pommern | Sachsen | Schleswig-Holstein | Sudetenland | Südhannover-Braunschweig | Wartheland | Weser-Ems | Westfalen | Westmark | Württemberg

Funkstation am Herzogstand

Die Funkstation am Herzogstand war eine Funkanlage, die von 1920 bis 1946 am Herzogstand in der Nähe von Kochel am See in Bayern errichtet und betrieben wurde. Die Anlage wurde von der C. Lorenz AG als unabhängiges Betriebsmittel für den Funkverkehr auf Längstwellen zwischen Deutschland und dem fernen Osten konzipiert, da die bestehenden Groß-Funkstationen hauptsächlich dem Verkehr nach Westen dienten.

Ab 1930 wurde die Einrichtung als Forschungs- und Versuchsstation der Technischen Hochschule München zur Ionosphärenforschung genutzt.

Da die Kosten für die Masten einer Großstation für die Firma unerschwinglich waren, sollte die Antennenanlage in den Bergen aufgehängt werden. Der 1735 m hohe Herzogstand zwischen Kochelsee und Walchensee in den Bayerischen Alpen schien aus mehreren Gründen besonders geeignet: Der Gipfel ist ganzjährig zugänglich, am Stationsplatz war ausreichend Trinkwasser und Kühlwasser vorhanden und das nahe gelegene Walchenseekraftwerk versprach eine sichere, kostengünstige Energieversorgung.

Für die beabsichtigte Bauart der Antenne gab es keine Erfahrungen. Als freie Spannweite ergab sich eine Entfernung von über 2,5 km, bei einem Höhenunterschied von 800 m. Um eine ausreichende Höhe der Antenne über Grund zu erreichen, sollte das Seil am unteren Aufhängepunkt waagrecht auflaufen, was eine enorme Spannung des Seiles erforderte. Aufgrund der zusätzlich zu erwartenden Belastung durch Wind, aber auch durch Schnee und Eis kam nur Stahldraht höchster Festigkeit in Frage.

Ein erstes dünnes Stahlseil wurde im Sommer 1920 gespannt. Abstrahlungsmessungen ergaben bei Wellenlängen von 12,6 km und 9,7 km im Vergleich zur Großfunkstelle Nauen die 1,3-fache Strahlung bzw. die 1,6-fache im Vergleich zum Überseesender Eilvese. Bis zum Frühsommer 1925 wurden drei Antennen fächerförmig zum Gipfelgrat des Herzogstandes gezogen. Um eine bessere Leitfähigkeit zu erreichen, wurde das Stahlseil mit einem Mantel aus Aluminium versehen. Die Seile wurden in einer eigens aufgebauten Seilereianlage im Gipfelbereich gefertigt. Im Bereich des Gipfels waren die Antennen an einbetonierten Stahlankern fixiert. Am unteren Abspannpunkt wurde eine bewegliche Aufhängung verwendet, um ein Nachgeben der Seile bei Belastung durch Schnee und Eis zu ermöglichen.

Das Stationsgebäude für die Sendeanlagen und ein Wohnhaus wurden von der Oberpostdirektion München unter der Leitung von Robert Vorhoelzer und Walther Schmidt im Jahr 1927 im Langental oberhalb des Kochelsees errichtet. Hier wurden auch umfangreiche Erdungsanlagen gebaut.

Nach der Fertigstellung erschien ein weiterer Ausbau und Betrieb der Station technisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll, da mittlerweile weltweite Funkverbindungen auf Kurzwelle kostengünstiger mit wesentlich kleineren Antennen durchgeführt werden konnten.

Nachdem Funkamateure Mitte der 1920er Jahre nachgewiesen hatten, dass sich Kurzwellen viel besser für den weltweiten Funkverkehr eignen als die Längstwellen, wurden die Anlagen nicht mehr für den Funkverkehr benötigt. Sie wurden ab 1930 dem Physikalischen Institut der Technischen Hochschule München für Forschungsarbeiten zur Verfügung gestellt

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. Unter der Leitung von Jonathan Zenneck entstand hier die erste deutsche Ionosphärenforschungs-Station. Zennecks Assistent Georg Goubau nutzte außerhalb seiner Programmzeiten den Münchener Rundfunksender für die Sendung kurzer Zeichen (Impulse) auf Mittelwelle. Die Echosignale wurden zunächst in wenigen km Entfernung in Kochel, dann an der Station selbst registriert. Später wurden, insbesondere von Walter Dieminger Impuls-Sendungen mit eigenen Sendern durchgeführt, die auch in größeren Entfernungen empfangen wurden mcm taschen sale. Dafür wurden eigene Antennen errichtet; die Bergantenne wurde 1934 abgebaut. Kochel-Berlin war die erste Impuls-Fernverbindung, mit der Rudolf Eyfrig Aufschlüsse über die verschiedenen Ausbreitungswege der Kurzwellen zwischen Ionosphäre und Erde ermittelte. Eine Sende-Empfangs-Anlage mit variabler Frequenz wurde von Georg Goubau und Theo Netzer erstellt, ab 1937 in Betrieb genommen und bis 1946 durchlaufend betrieben. Die Ergebnisse vermittelten ein Bild der Dichte freier Elektronen in Abhängigkeit von der Höhe, das für die Vorhersage der Ausbreitungs-Bedingungen hilfreich wurde.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Stationsbetrieb unter US-amerikanischer Aufsicht bis 1946 fortgesetzt, alle vorhandenen Registrierungen jedoch nach Amerika verbracht. Weil in der Besatzungs-Ära Ionosphärenforschung verboten war, wurde der Betrieb dann untersagt, alle Anlagen abgebaut, die Betriebsgebäude abgerissen.

Heute findet man neben einem Gedenkstein in der Nähe des Walchenseekraftwerkes nur noch Reste der Verankerungen der Antennenseile sowie einige Fundamente der Stationsgebäude im Wald. Die Reste der Antennenverankerungen wurden vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste aufgenommen.

Eine Längstwellen-Funkstation mit einer Bergantenne wurde 1923 bei Malabar auf der Insel Java im heutigen Indonesien für den Funkverkehr mit Holland in Betrieb genommen.

Ähnliche Sendeantennen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg für drei Sender des Omega-Navigationsverfahren (in Aldra, Hawaii und Trinidad), für den Längstwellensender JXN bei Aldra, für die Jim Creek Naval Radio Station und für den Längstwellensender ICV auf Tavolara errichtet.

Eine ähnliche Antenne existiert beim Rundfunksender Portofino.

Aguadulce (Panama)

Aguadulce ist eine Kleinstadt an der Panamericana-Straße 197 km westlich der Hauptstadt Panama-Stadt des mittelamerikanischen Staates Panama. Aguadulce ist größte Stadt in der Provinz Coclé. Sie hat 17.237 Einwohner (2005). Bedeutend sind ihre Salinen.

Der genaue Gründungszeitpunkt der Stadt, die vollständig San Juan Bautista de Aguadulce heißt mcm taschen sale, ist unbekannt; eine Siedlung bestand in jedem Fall bereits im 18. Jahrhundert, auch wenn als offizielles Gründungsdatum der 19. Oktober 1848 gilt, als die Provinzialkammer Panamas – damals eine Provinz Kolumbiens – der Stadt ihre offiziellen Privilegien verlieh.

Neben der Salzproduktion in den Salinen ist von jeher die Zuckerproduktion von Bedeutung, da in der Gegend zahlreiche Zuckerrohrplantagen bestehen. Entsprechend verfügt Aguadulce über ein Salz- und Zuckermuseum (gegründet 1998). Sehenswert ist auch das nahegelegene Valle de Antón. Als beliebtes Touristenziel verfügt Aguadulce über mehrere Hotels und eine Reihe Restaurants

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Das Bevölkerungswachstum beträgt jährlich 1,5 %, 1960 hatte Aguadulce erst 6053 Einwohner.

Koordinaten:

Fritz Bockhorn

Fritz Bockhorn (* 1871; † Mai 1942) war ein Schweizer Politiker und Unternehmer.

Fritz Bockhorn wurde als zehntes von elf Kindern geboren und absolvierte 1887 eine kaufmännische Lehre in Zürich. Nach kurzer Zeit in Burgdorf kehrte er nach Albisrieden zurück und begann dort als Unternehmer in der Nähe des heutigen Hardplatzes Kies abzubauen und mit Grundstücken zu handeln.

Der passionierte Jäger engagierte sich auch in der Dorfpolitik: Bereits als 22-Jähriger amtierte er als Friedensrichter. Wenig später wurde er zum Gemeindeamtmann gewählt. 1901–1904 sass er für Albisrieden auch im Kantonsrat. An der Triemlistrasse 11 liess er sich ein Jugendstilhaus errichten, die «Annaburg». 1897 heiratete er Anna Wydler, die ebenso wie das erste Kind kurz nach der Geburt verstarb. 1900 heiratete er deren Schwester, Rosa (Rosina) Wydler (1880–1954). Auch deren erstes Kind starb bereits im Sommer 1901. Die 1905 geboren Alicy blieb das einzige Kind.

Um diese Zeit zählten die Bockhorn zu den beiden reichsten Familien Albisriedens. Nachdem das Kies beim Hardplatz ausgeschöpft war, liess er die Grube gegen Bezahlung mit den in Zürich reichlich anfallenden Aushub füllen. Aufgefüllt, überwachsen und teilweise bebaut, wurde das Grundstück auf Alyce eingetragen, die es 1930 zu einem Spitzenpreis der Stadt Zürich verkaufen konnte. Dann eröffnete er weiter stadtauswärts bei der Herderen eine neue Kiesgrube. Mit seinem ausgeprägten Gespür für Spekulationen kaufte er in Albisrieden, Schlieren, Urdorf und andernorts weitere Ländereien zu günstigen Preisen

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. Seine Grundstücke an Zürichs Peripherie steigerten ihren Wert bis zu seinem Tod auf das Zehn- bis Zwanzigfache. Als 1905 der Maurerstreik aus Zürich auch nach Albisrieden getragen werden sollte, sorgte er für Ruhe und Ordnung. Um 1910 galt er mehr gefürchtet als beliebt und erschien in keiner politischen Funktion mehr.

1924 zog das Paar vorerst noch gemeinsam nach Lugano und nach kurzer Zeit zurück in den Kanton Zürich, nach Kilchberg.

Dass das „Frauen-Vermögen“ aus Rosas Familie erst nach ca. 30 Jahren zugewiesen war, verärgerte Bockhorn, so dass er seiner Frau testamentarisch nur eine kleine Rente zusprach. 1932 trennte er sich von seiner Frau, verliess Kilchberg, um fortan, überall im Streit mit den Steuerbehörden mcm taschen sale, immer wieder umzuziehen: 1933 nach Lugano-Massagno, von dort nach Viganello, dann nach Zug und schliesslich nach Dietlikon. Aus der Kiesgrube im Hardgrund-Areal wurde eine Kies- und Sandwerke AG, und in den vierziger Jahren figuriert dann Henry Schoch als Alleinunternehmer von weiteren Kies- und Sandwerken sowie einer Zementröhrenfabrik.

1941 brach plötzlich ein Krebsleiden aus, und Fritz Bockhorn starb im Mai des folgenden Jahres.

Seine Tochter Alicy heiratete 1928 den vier Jahre älteren Kaufmann Henry Schoch aus Zürich, den Bockhorn in das Geschäft aufnahm. An der Restelbergstrasse 106 liess Bockhorn für das junge Paar ein Haus bauen, und es auf den Schwiegersohn eingetragen. Schoch erkrankte bald und war dauerhaft bettlägerig.

Infolge seines Testaments hatte seine Tochter Alicy, die 1953 von ihrem Mann aus dem Haus gejagt worden war, nach dessen Tod 1954 einen 12-jährigen Erbstreit mit dessen Bruder auszustehen; nach dem Tod ihrer Mutter 1965 stimmte sie einer Teilungsvereinbarung zu. Aus dem Vermögen gründete sie 1985 die Alice-Schoch-Bockhorn-Stiftung

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Gerardo Barrios

Capitán General José Gerardo Barrios Espinoza (* 24. September 1813 in Nuevo Edén de San Juan, Departement San Miguel; † 29. August 1865 in San Salvador) war ein Politiker, Militär, Staatsmann und von 1859 bis 1863 Präsident von El Salvador.

In mehreren Orten im Norden des Departements San Miguel wird heute behauptet, sie seien der Geburtsort von Barrios, darunter San Miguel selbst, Ciudad Barrios, San Gerardo, Chapeltique, Sesori und Nuevo Edén de San Juan. Der häufigsten mündlichen Überlieferung zufolge wurde Barrios in San Juan am Lempa (damals im Generalkapitanat Guatemala, Vizekönigreich Neuspanien), dem heutigen Nuevo Edén de San Juan, geboren und am 24. Oktober 1813 getauft. Seine Eltern waren Don José María Barrios (geb. zw. 1793 und 1794) und Doña Petrona Espinoza, die 1812 heirateten. Gerardo war deren ältestes Kind und hatte zwei Schwestern: Petronila (geb. 1815), die spätere Frau von José Trinidad Cabañas mcm taschen sale, und María Josefa (geb. 1817). Sein Vater war der älteste Sohn von Pedro Joaquín Barrios (spanischer Herkunft, geboren in Frankreich), der 1792 Margarita Cisneros Ávila (kreolischer Herkunft, geboren in San Miguel) heiratete. Pedro Joaquín Barrios war Indigopflanzer und Minenbetreiber in der damaligen Provinz San Miguel.

Bereits in jungen Jahren schloss sich Barrios während des zentralamerikanischen Bürgerkriegs den Truppen des liberal orientierten Francisco Morazán an und nahm 1829 an der Eroberung von San Salvador und Guatemala-Stadt teil. Auch bei der Niederschlagung des salvadorianischen Sezessionsversuchs unter José María Cornejo im Jahr 1832 kämpfte er im Rang eines Leutnants auf der Seite Morazáns. 1834 wurde er in das Parlament von El Salvador gewählt und 1838 zum Präsidenten des zentralamerikanischen Bundeskongresses ernannt, der seit 1834 ebenfalls in San Salvador seinen Sitz hatte. Am 5. April 1840, nach dem endgültigen Zusammenbruch der Zentralamerikanischen Republik, verließ Barrios mit Morazán und anderen Liberalen im Hafen von La Libertad auf dem Schoner Izalco El Salvador und ging ins Exil nach Costa Rica. Nach dem gescheiterten Restaurationsversuch Morazáns kehrte der damalige Oberst Barrios auf dem Schiff Coquimbo im Dezember 1842 nach El Salvador zurück und widmete sich zunächst der Landwirtschaft. Im Dezember 1843 heiratete er in San Miguel Adelaida Guzmán Saldos, eine Tochter des Abgeordneten Joaquín Guzmán. Die Ehe blieb kinderlos.

Nach einem gescheiterten Putschversuch mit General Cabañas gegen den konservativen Präsidenten Francisco Malespín am 5. September 1844, setzte sich Barrios nach León in Nicaragua ab. Die von Malespín verlangte Auslieferung der Putschisten wurde In Nicaragua abgelehnt. Daraufhin marschierten Truppen unter der Führung Malespíns in Nicaragua ein und belagerten León. Barrios konnte aus der belagerten Stadt fliehen und verbündete sich in San Salvador mit dem geschäftsführenden Präsidenten Guzmán, seinem Schwiegervater, gegen Malespín. Dieser wurde schließlich gestürzt und Guzmán Präsident.

Im Januar 1846 begab sich Barrios im Auftrag der Regierung auf eine dreijährige Reise durch Europa, um die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Zentralamerika und der alten Welt zu fördern. Er war Gast bei Napoleon III., Königin Isabella von Spanien, Königin Victoria von Großbritannien, König Ferdinand von Sizilien, König Karl Albert von Sardinien und besuchte Papst Pius IX. Ende 1849 kehrte er nach El Salvador zurück.

1851 marschierte die Armee einer salvadorianisch-honduranischen Allianz unter dem Oberbefehl von Präsident Vasconcelos in Guatemala ein, um den konservativen Präsidenten Carrera zu stürzen und die Zentralamerikanische Konföderation wiederherzustellen. In dieser Armee war General Barrios Kommandeur der Division San Miguel. Die Invasion wurde aber von guatemaltekischen Streitkräften am Berg La Arada (bei San José La Arada, Departement Chiquimula) zurückgeschlagen.

1857 nahm Barrios an einer militärischen Intervention zur Unterstützung Nicaraguas im Kampf gegen die Söldner um William Walker teil. Die salvadorianischen Truppen wurden aber nicht mehr in Kämpfe verwickelt. Zurück in El Salvador versuchte er einen Staatsstreich gegen Präsident Campo, welcher mangels ausreichender Unterstützung scheiterte.

Die Amtszeit von Präsident Campo endete am 30. Januar 1858. Die Wahlen von 1857 führten zu folgendem Ergebnis:

In der Regierung Santín war Barrios Innen- und Außenminister sowie Oberkommandierender der Armee. Krankheitsbedingt musste Präsident Santín vom 24. Juni bis 18. September 1858 im Amt vertreten werden. Da Guzmán und Zepeda ablehnten, übernahm in dieser Zeit Barrios die Amtsgeschäfte. Als das Parlament im Januar 1859 ein Gerichtsverfahren gegen Santín anstrengte, floh dieser nach Nicaragua. Die Amtsgeschäfte übernahm ab 24. Januar Joaquín Guzmán. Am 15. Februar wurde zunächst José María Peralta und am 12. März 1859 Gerardo Barrios zum Präsidenten ernannt. Während einer Reise Barrios‘ nach Guatemala amtierte vom 16. Dezember 1860 bis 7. Februar 1861 wiederum Peralta als geschäftsführender Präsident.

Bei den Wahlen im Dezember 1859, kurz vor dem Ende der offiziellen Amtszeit Santíns, bekam Barrios die Mehrheit. Bereits vorher konnte er eine Verfassungsreform durchsetzen, die die Amtsperiode der Präsidenten von bisher zwei auf fünf Jahre verlängerte. Das Parlament bestätigte ihn als Präsidenten für die Amtsperiode vom 1. Februar 1860 bis zum 30. Januar 1865. Am 24. Januar 1960 wird ihm vom Parlament der Titel eines Capitán General verliehen.

In Barrios‘ Amtszeit fielen folgende Aktivitäten:

Die Regierung Barrios gilt heute als die progressivste dieser Zeit in Zentralamerika.

Die Mehrheit der konservativen salvadorianischen Opposition unter Francisco Dueñas Díaz hatte sich 1860 bereits nach Guatemala abgesetzt. Barrios‘ liberale Politik und seine Gespräche mit den Regierungen Honduras‘ und Nicaraguas über die mögliche Wiederherstellung einer Konföderation wurden von konservativen und klerikalen Kräften, vor allem in Guatemala, als Gefahr gesehen. Im Februar 1863 marschieren guatemaltekische und nicaraguanische Truppen in El Salvador ein, belagern San Salvador und rufen Dueñas zum Präsidenten aus. Am 26. Oktober 1863 fällt die belagerte Stadt und Barrios flieht über den Hafen La Unión zunächst nach Costa Rica und später nach Panama. Während seines Exils wird von Dueñas eine verfassungsgebende Versammlung einberufen und am 18. März 1864 Barrios per Dekret des Hochverrats für schuldig erklärt.

Nach dem Tod Carreras im April 1865 sahen die liberalen salvadorianischen Kräfte eine Chance, die Macht zurückzugewinnen. Barrios plante eine Rebellion, die unter seiner Führung von der Provinz San Miguel ausgehen sollte und von General Cabañas unterstützt wurde. Als sich aber bei Barrios‘ Ankunft im Hafen von La Unión die Aussichtslosigkeit dieses Unternehmens abzeichnete, machte sich sein Schiff, der Schoner Manuela Planas, am 25. Juni wieder auf den Rückweg nach Panama. Dabei erlitt es in einem schweren Sturm Mastbruch und musste am 28. Juni im nicaraguanischen Hafen Corinto vor Anker gehen. Barrios wurde von nicaraguanischen Behörden verhaftet und am 30. Juni nach León gebracht. Unter der Bedingung, dass sein Leben geschont werde, wurde er schließlich nach El Salvador ausgeliefert und am 27. Juli in San Salvador inhaftiert. Dennoch fällte ein Kriegstribunal unter dem Vorsitz von Santiago González am 28. August ein Todesurteil, das um 23 Uhr von Dueñas unterzeichnet wurde. Am folgenden Tag wurde Barrios um 4 Uhr morgens erschossen. Gerardo Barrios wurde auf dem Friedhof Cementerio de los Ilustres in San Salvador beigesetzt.

Gerardo Barrios verkörpert heute, neben Francisco Morazán, die Idee der Einheit Zentralamerikas. Der Tag seiner Exekution, der 29. August, wurde in El Salvador zum nationalen Gedenktag erklärt. Mehrere Straßen, Plätze, öffentliche und militärische Einrichtungen im Land wurden nach ihm benannt, darunter die Plaza Gerardo Barrios mit seinem Reiterstandbild im Zentrum von San Salvador. Außerdem war sein Portrait auf den zwischen 1979 und 1996 ausgegebenen 50-Colones-Banknoten zu sehen.

Emiliano Cortés: Biografía del capitán general Gerardo Barrios. Ediciones LEA, San Salvador 1965.

Detlef Schößler

Detlef Schößler (* 3. Oktober 1962) war Fußballspieler in der DDR-Oberliga, der höchsten Spielklasse im Fußball der DDR. Dort spielte er für den 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden. Für Dresden spielte Schößler auch in der 1

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. Bundesliga. Nach seiner Laufbahn als Fußballspieler war Schößler als Trainer tätig.

Mit 17 Jahren begann Schößler seine Fußballkarriere beim 1. FC Magdeburg, für den er 169 Mal in der DDR-Oberliga, 25 Mal im FDGB-Pokal und 6 Mal im Europapokal spielte

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. Anschließend wechselte er zu Dynamo Dresden. Nach zwei Jahren in der höchsten Spielklasse der DDR konnten sich die Dresdner für die Bundesliga qualifizieren, wo Schößler innerhalb von vier Jahren noch zu 113 Bundesligaeinsätzen kam mcm taschen sale. Nach Matthias Maucksch ist er auf Rang 2 in der Rekordliste aller Dresdner Bundesligaspieler. Als 32-Jähriger wechselte er zum Zweitligisten VfB Leipzig, wo er zu 68 Einsätzen in der 2. Bundesliga kam.

Zudem absolvierte Schößler 18 Einsätze in der DDR-Nationalmannschaft. Für eine WM- oder EM-Enrunde konnte sich Schößler, der im Spätsommer 1990 auch im letzten DDR-Länderspiel der Historie mit von der Partie war, mit seinen Teamkollegen nicht qualifizieren.

In der Saison 2002/2003 wurde Schößler Trainer des Oberligisten VfB Leipzig, wo er zuvor die A-Jugend trainiert hatte. 2003/2004 coachte er den SV Grimma in derselben Liga. Während der Saison 2006/2007 war er Trainer beim Oberligisten Hallescher FC und damit Nachfolger seines ehemaligen Mannschaftskameraden René Müller, musste dort zum Ende der Saison allerdings seinen Stuhl räumen. Zur Saison 2008/09 wurde er beim FC Energie Cottbus erster hauptamtlicher Trainer der A-Junioren-Bundesligamannschaft der Lausitzer. Im November 2010 übernahm Schößler das Training der U15 Regionalliga-Mannschaft von RB Leipzig. Nachdem er im Sommer 2011 die U19 übernommen hatte, gab der Verein am 22. September 2011 bekannt, dass er sein Amt aus privaten und beruflichen Gründen niedergelegt hat.

Leichtathletik-Team-Europameisterschaft 2009

Die 1. Leichtathletik-Team-Europameisterschaft (englisch/Sponsorenname: 1st SPAR European Team Championships), kurz auch Team-EM, fand am 20. und 21. Juni 2009 statt.
Von den vier Ligen traten die Superliga im Dr. Magalhães Pessoa Stadion in Leiria (Portugal) an und parallel die 1. Liga in Bergen (Norwegen), die 2. Liga in Banská Bystrica (Slowakei) und die 3. Liga in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina).

Superliga:
Russland, Großbritannien und Nordirland, Polen, Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, Ukraine, Griechenland, Schweden, Tschechien, Portugal

Erste Liga:
Weißrussland, Slowenien, Rumänien, Türkei, Belgien, Ungarn, Niederlande, Finnland, Estland, Schweiz, Serbien, Norwegen

Zweite Liga:
Irland, Bulgarien, Kroatien, Lettland, Slowakei, Litauen, Österreich mcm taschen sale, Zypern

Dritte Liga:
Moldawien, Israel, Dänemark, Bosnien&Herzegowina, Island, Luxemburg, Georgien, Aserbaidschan, Montenegro, Armenien, AASSE (kombiniertes Team „kleiner Länder“ mit Gibraltar, Liechtenstein, Malta, Monaco und San Marino), Albanien, Andorra, Mazedonien

Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) hatte 49 Athleten (24 Frauen und 25 Männer) nominiert.
Das deutsche Team startete in der Superliga und belegte den 1. Platz.

Während bislang jeweils acht Frauen- und Männermannschaften an den Start gingen und zwei Sieger ermittelt wurden, wird es ab diesem Jahr nur noch einen Sieger geben. Männer und Frauen einer Nation sammeln zusammen Punkte und werden gemeinsam gewertet.

Insgesamt nehmen zwölf Nationen an der höchsten Liga teil, so dass jeder Sieger einer Disziplin zwölf Punkte für seine Nationalmannschaft sammelt. Der Zweitplatzierte erhält einen Zähler weniger und so weiter. Athleten

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, die disqualifiziert werden oder aufgeben, erhalten keine Punkte. Die Nation mit den meisten Punkten in der Endabrechnung gewinnt.

In den unteren Ligen der Team-EM können bis zu 14 Nationen an den Start gehen, dementsprechend ändern sich die zu erzielenden Punkte.

2009 | 2010 | 2011 | 2013 | 2014&nbsp

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;| 2015 | 2017

Liang Chen

Liang Chen (chinesisch 梁诚), Hào-Name Zhendong (chinesisch 震东);(* 1864 im Stadtbezirk Haizhu der Stadt Guangzhou; † 1917) war ein Diplomat der Qing-Dynastie.

Von 1872 bis 1881 nahm Liang Cheng nahm mit etwa 120 Kommilitonen an der Chinese Educational Mission (CEM Studienreisen) in die Vereinigten Staaten teil und studierte 1882 am Yale College. 1897 war Liang Cheng Gesandtschaftssekretär der chinesischen Mission zum Diamond Jubeelee von Victoria und wurde von ihr als Knight Commander in den Order of St. Michael and St. George aufgenommen. 1902 war Liang Cheng Attaché an der Gesandtschaft in London, als zur Krönung von Eduard VII., Zaizhen der älteste Sohn von Yikuang, Prince Qing nach London kam. Liang Cheng wurde im Sommer 1903 zum Botschafter in Washington, D.C., Madrid und Lima ernannt. Von März 1904 bis 1908 war er Gesandter der Qing-Dynastie in Washington, D.C. und besuchte die Regierungen in La Paz und Havanna. Im Herbst 1904 wurde er bei der Regierung von Porfirio Díaz akkreditiert.

In seine Amtszeit fiel das San-Francisco-Erdbeben von 1906 dem zahlreiche Menschen mit chinesischem Migrationshintergrund zum Opfer fielen. Zu seinen diplomatischen Erfolgen wird das Abwenden von massiven Abschiebungen von Menschen mit chinesischen Migrationshintergrund aus Mexiko und den Vereinigten Staaten von Amerika gezählt.

In der Ära von Zhang Zhidong wurden für das Infrastrukturprojekt die Lu-Han auch Peking-Wuhan Bahnlinie Investoren gesucht. Bei Investoren mit Geschäftssitz im Russischen Reich war eine Überschneidung mit der strategische Bedeutung der Bahnlinie für die imperialen Interessen der russischen Regierung notorisch. Investoren mit Geschäftssitz in den Vereinigten Staaten, wie die American China Development Syndikat hatten den Vorzug, dass die imperialen Interessen der US-Regierung in Asien als weniger unmittelbar eingeschätzt wurden. Wie Wu Tingfang bemühte sich Liang Cheng um einen Vertragsabschluss mit dem American China Development Syndikat für die Bahnstrecke welcher daran scheiterte

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, dass das US-Unternehmen offen die Kontrolle über die Betriebsgesellschaft der Bahnlinie forderte. Den Auftrag erhielt die 1897 in Brüssel gegründete Société d’études des chemins de fer en Chine, welche strategisch dem franco-russischen Block zugerechnet wurde. Die am 12. November 1905 fertiggestellte profitable Linie konnte 1909 in unter chinesische Kontrolle gebracht werden.

Sein Geschick bei Verhandlungen mit dem Kabinett Theodore Roosevelt trug dazu bei, dass die Tsinghua-Universität 1911 in Peking mit Entschädigungsgeldern der chinesischen Regierung für den Boxeraufstand an die Vereinigten Staaten eingerichtet wurde, weshalb sie auch den Beinamen Liang Cheng Universität trägt mcm taschen sale.

Von 21. März 1910 bis 1. November 1912 war er Gesandter in Berlin. In China kam in dieser Zeit nach einem Aufstand in Hubei die Beiyang-Regierung an die Macht.